Betroffene sollen guten Zugang zu den Zentren haben

Zehn Coronavirus-Untersuchungsstellen in Hessen eingerichtet - Standorte geheim

In Hessen wird es zehn Untersuchungszentren geben. Die Kassenärztliche Vereinigung gibt die Standorte jedoch nicht öffentlich bekannt.

  • Kassenärztliche Vereinigung richtet zehn Coronavirus-Untersuchungszentren ein
  • Standorte werden zunächst geheim gehalten
  • Betroffene können sich telefonisch vermitteln lassen

Frankfurt/Eschwege - Die Kassenärztliche Vereinigung wird hessenweit zehn Untersuchungszentren für Corona-Verdachtsfälle einrichten. Das bestätigte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Alexander Kowalski, am Dienstagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion.

Wo genau sich die Zentren für Coronavirus-Infizierte allerdings befinden, will die Kassenärztliche Vereinigung zunächst nicht veröffentlichen. Die zentralen Untersuchungsstellen würden sich aber gleichmäßig über Hessen verteilen und gut erreichbar sein. „Jeder Betroffenen wird einen guten Zugang zu den Zentren haben“, sagt der KV-Sprecher. 

Hessen: Standorte der Coronavirus-Zentren bleiben geheim

Dass die Standorte in Hessen erst mal geheim gehalten würden, haben den Hintergrund, zu vermeiden, dass sich dort lange Schlangen bilden und die Zentren einem großen Ansturm an besorgten Menschen ausgesetzt sind. „Das wäre im Moment nicht zielführend“, so Kowalski. „Die Zentren sind für die Fälle gedacht, wo eine Testung wirklich notwendig ist“. 

Zudem seien die Untersuchungsstellen für Massentests ohne Indikation einer Infektion auch nicht ausgerichtet, so Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandvorsitzenden der KV Hessen. Vielmehr geht es darum, ernstzunehmende Verdachtsfälle schnell einstufen zu können. Unkontrollierte und möglicherweise massenhafte Besuche verunsicherter Bürger möchte man unbedingt vermeiden, um eine effektive Arbeit zu gewährleisten.

Bei Bedarf wird die KV die Zahl der Zentren für Coronavirus-Infizierte jedoch nachregulieren. 

Coronavirus: So erreicht man die Untersuchungsstellen in Hessen

Betroffenen können sich bei einem Coronavirus-Verdacht über die zentrale Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) in Hessen, telefonisch unter der Nummer 116 117 zu erreichen, melden, sowie bei den zuständigen Gesundheitsämtern (angesiedelt bei den Landkreisen) oder beim Hausarzt. Alle Stellen führen eine telefonische Erstanamnese durch und vermitteln die möglicherweise Infizierten dann weiter. 

Patienten, die als Verdachtsfälle eingestuft werden, werden in den neuen Untersuchungsstellen zunächst abgestrichen. Die Proben werden dann auf SARS-CoV-2 untersucht. Alle Verdachtsfälle werden zudem gemäß dem Infektionsschutzgesetz dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet.

Von Stefanie Salzmann und Nail Akkoyun

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Alles weitere zum Coronavirus in (Nord)Hessen finden Sie in unserem Ticker.

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