Der Investor Deutsches Finanzkontor hat sechs Hochhäuser in dem Stadtteil teilweise barrierearm saniert

Auf dem Heuberg alt werden

Eschwege. Grün, gepflegt und eine gute Infrastruktur - die Lebensqualität auf dem Heuberg steigt. Nun wurden Hochhäuser am Schlehen- und Rotdornweg grundlegend saniert. Der Kaltenkirchener Investor Deutsches Finanzkontor hat 1,5 Millionen Euro in die sechs Häuser investiert und dabei gleich drei der insgesamt 55 Wohnungen barrierearm umgebaut.

„Wir wollen, dass die Leute hier auf dem Heuberg bleiben und alt werden können, dafür brauchen wir dringend solche umgebauten Wohnungen“, sagt der Erste Stadtrat Reiner Brill. Analysen hätten gezeigt, dass viele hier bereits seit Jahrzehnten leben und gerne bleiben wollen. In enger Zusammenarbeit mit dem Eigentümer sowie dem Seniorenbüro des Werra-Meißner-Kreises und dem Trägerverbund Heuberg wurden die altersgerechten Wohnungen geplant.

„Die Wohnung erleichtert uns den Alltag.“

Ingeborg Deiters

Auch die Initiative Anwohner für den Heuberg engagiert sich seit zwölf Jahren für die Weiterentwicklung des Quartiers und begrüßt die Sanierung der maroden Häuser, über deren Abriss bereits diskutiert wurde. Karin Schneider von der Initiative lebt selbst seit 1968 auf dem Heuberg und will dort nicht weg. „Es hat sich viel getan, die Infrastruktur ist wesentlich besser geworden“, sagt sie. Dem stimmt auch Bürgermeister Alexander Heppe zu: „Noch in den 1990er-Jahren war dies eine kritische Wohngegend, doch heute wohnt man hier richtig hübsch im Grünen“, sagt er.

Die Nachfrage nach gepflegtem und bezahlbarem Wohnraum sei auch in Eschwege gestiegen, da passe die Sanierung der Heuberg-Siedlung perfekt. „Der Investor hat die Häuser nicht nur aufgewertet, sondern bietet mit fünf Euro pro Quadratmeter auch eine günstige Miete“, sagt Heppe. Auch Ingeborg Deiters lebt gerne in der frisch sanierten Wohnung. Acht Jahre hat sie für sich und ihren pflegebedürftigen Mann nach einer geeigneten Wohnung gesucht, seit Juli lebt sie nun in einer der drei barrierearmen Wohnungen in der Siedlung. Investor Waldemar Spady vom Finanzkontor schaute sich das Sanierungsergebnis bei ihr an und erkundigte sich nach Problemen. Doch bis auf das Küchenfenster, das man wegen der Spüle nicht öffnen kann, hat Ingeborg Deiters eigentlich nichts zu bemängeln. „Die Wohnung erleichtert uns den Alltag ungemein“, sagt die 70-Jährige. Die Sanierung des letzten Hochhauses soll bis Mitte Oktober abgeschlossen sein - allerdings könnte es noch weitergehen, denn Spady könnte sich vorstellen, noch weiter auf dem Heuberg zu investieren.

Von Diana Rissmann

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