Eineinhalb Jahre Baustelle gehen zu Ende

Heubergbrücke in Eschwege wird in zwei Wochen wieder eröffnet

Letzte Arbeiten: Die Arbeiter der Eschweger Firma Kirschner stellen den Anschluss zwischen dem neuen und alten Rad- und Fußweg her.
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Letzte Arbeiten: Die Arbeiter der Eschweger Firma Kirschner stellen den Anschluss zwischen dem neuen und alten Rad- und Fußweg her.

Rund eineinhalb Jahre gab es für Anwohner, Angestellte, Zulieferer und Kunden von Heuberg und Hessenring Einschränkungen bei der Zufahrt, weil die Heubergbrücke erneuert wurde. In zwei Wochen ist sie wieder befahrbar.

Eschwege – Langsam verdrängt die Sonne den Nebel über der Reichensächser Höhe. Schwaden steigen auf, in der Ferne lassen sich schemenhaft Arbeiter erkennen, die seit den frühen Morgenstunden am Schaffen sind. Eigentlich ein fast idyllisches Bild. Anwohner und Anlieger sind aber froh, wenn diese Szenerie bald verschwindet. Fast eineinhalb Jahre mussten sie Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, wenn sie nach Hause oder zu den umliegenden Betrieben wollten.

Das Projekt

Die 1972 erbaute Brücke war in die Jahre gekommen und auch für den Schwerlastverkehr, der das Gewerbegebiet Hessenring ansteuert, von der Traglast her nicht mehr geeignet. Die Arbeiten an der Brücke, für die Hessen Mobil zuständig war, gliederten sich in drei Teile. Immer wieder war die Bundesstraße 452 zwischen Eschwege und Reichensachsen deswegen für den Verkehr gesperrt. .  Im ersten Schritt wurde eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer errichtet. .  Anschließend musste die alte Brücke abgerissen werden. Um den Zugang zu Heuberg und Hessenring zu gewährleisten, wurden Behelfsauffahrten gebaut und die Verkehrsführung geändert. .  Im dritten Schritt wurde die neue Brücke gebaut. Vor fast genau einem Jahr hob ein Spezialkran die fünf Fertigteile durch die Firma Laudemann aus Sontra ein.

Die Verzögerungen

Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Ende Juli abgeschlossen sein, später wurde auf den 11. September verschoben. Auch dieser Zeitplan konnte nicht exakt eingehalten werden. Vier Faktoren führten zu Verzögerungen. 1. Unter der aufgenommenen Fahrbahn hatten die Arbeiter plötzlich eine Betondecke vorgefunden, die vorher nicht bekannt war. 2. Der Telekommunikationsanbieter Vodafone hatte Kabel an der Brücke gesucht, die nicht sofort gefunden wurden. 3. Außerdem musste zusätzlich eine Rampe gebaut werden, damit Fußgänger und Radfahrer barrierefrei und nicht zu steil die neue Heubergbrücke passieren können. 4. „Die Verkehrsführung halbseitig aufrechtzuerhalten und Fußgänger und Radfahrer dauerhaft passieren zu lassen, hat zusätzlich Zeit gekostet“, sagt Markus Mengel, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauen der Kreisstadt.

Die Restarbeiten

Vom 21. bis 24 September wird die Zufahrt zur Andreashöhe von der Stadt kommend gesperrt sein, weil die Hilfsspur in der Verkehrsinsel zurückgebaut wird. Einschränkungen wird es auch zwischen dem 22. und 25. September geben. Dann werden die anderen Hilfsspuren und die gelben Markierungen entfernt. „Nach dem 25. September werden nach und nach kleinere Arbeiten erledigt, die nach der Abnahme auffallen könnten“, sagt Mengel. Nachträglich werden ein Geländer entlang des Radwegs und ein Zebrastreifen vor der Einfahrt zum Hessenring angebracht. Ab Mitte Oktober werden noch Bäume gesetzt.

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