Thematisches Tanz-Schauspiel in der Eschweger VHS

Hexenprozesse im Theater

Emotional und dramatisch: Die Kombination von Schauspiel und Tanz verleiht dem Theaterstück besonderen Ausdruck. Foto: privat

Eschwege. In einer dramaturgischen Inszenierung von Theater und Tanz zeigt der Verein „Frauen für Frauen - Frauen für Kinder“ gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro des Kreises und der Volkshochschule (VHS) die Hexenprozesse von 1657 als Bühnenstück am 12. Januar in der Aula der VHS.

Das Theaterstück, welches nicht nur an die historischen Ereignisse erinnern, sondern auch aktuell bestehende menschenverachtende Demütigungen und Misshandlungen thematisieren will, stützt sich auf originale Prozessakten.

„Die Proben gestalteten sich sehr spannend, denn noch nie hatten die Tänzer und Schauspieler in dieser Art zusammengearbeitet“, erklärt Ulrike Ute Born, die das Theaterstück „Sie wollen die Hexen brennen“ nach dem gleichnamigen Buch von Ursula Vaupel schrieb. Die Schauspieler kommen vom „Theater aller art“ aus Fulda, von der Niederhöner „Schlüsselblume“ und vom „Theater im Familienzentrum“ in Bad Sooden-Allendorf.

Die Tanzgruppe „Tribal Roses“ aus dem Wendland ergänzt die Aufführung mit Tanzelementen, um so die emotionalen Ereignisse und Hintergründe der Hexenprozesse mit Choreografien zu verstärken. „Gerade dieses Zusammenspiel von schauspielerischer Darstellung und Tanz ist für die Seele etwas ganz wunderbares“, so Eva Lieding, Vereinsvorsitzende von Frauen für Frauen. „Die Tanzgruppe kann die Emotionen wunderbar zum Ausdruck bringen“, ergänzt Ursula Vaupel, die die Tanzgruppe bereits erlebt hatte und daher unbedingt für das Theaterprojekt gewinnen wollte. Eine große Offenheit und die Bereitschaft, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, hätten die gemeinsamen Proben erleichtert, berichtet Born.

Karten sind im Vorverkauf bei der VHS oder in der Buchhandlung Heinemann für zehn Euro erhältlich. (wrs)

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