Hier hat der Service Priorität

Lamm, Schwein und Geflügel: Christian Zienteck tranchierte Fleisch direkt vor den Augen der Bewerter und Gäste. Das Lamm war besonders beliebt:

Eschwege. Die Auszubildenden aus dem Gastro-Gewerbe mussten in einem Wettbewerb einer Fachjury beweisen, dass sie guten Service beherrschen.

Zartes Entenfilet, gebeizter Lachs, cremiger Käse und feiner Wein - beim Werra-Meißnerland-Service-Wettbewerb in den Beruflichen Schulen Eschwege gab es zahlreiche Genüsse für den Gaumen. Doch gute Bewertungen gab es von den Kritikern nicht nur für den Geschmack von Crépes Suzette, Canapès und Empanadas, sondern vor allem für das Drumherum. Und dafür waren sieben Auszubildende aus dem Werra-Meißner-Kreis zuständig, die Hotel- oder Restaurantfachangestellte werden wollen. Bewertet wurden von einer Fachjury zum Beispiel die Arbeitsgeschwindigkeit, Sauberkeit, Körpersprache, Freundlichkeit und das Fachwissen zu den einzelnen Speisen und Getränken.

„Das neue Lernkonzept verknüpft Theorie und Praxis miteinander“, sagte Thomas Mülverstedt, Abteilungsleiter Hotel der Beruflichen Schulen Eschwege. Schulleiter Manfred Zindel sieht das ähnlich: „Ich finde es großartig, dass bei diesem Wettbewerb die Wirklichkeit abgebildet wird. Sonst lernen die Auszubildenen in der Schule oft nur Theoretisches.“ Außerdem sei die Zusammenarbeit mit den Betrieben im Werra-Meißner-Kreis wichtig, sagte Zindel.

Neben dem Anreiz für die jungen Nachwuchsgastronomen den Werra-Meißnerland-Service-Pokal zu gewinnen, konnten die Auszubildenden ihr Können und Wissen auch gleich in einer simulierten Abschlussprüfung unter Beweis stellen. „Für meine Prüfung in drei Monaten ist es sehr gut, dass ich die Abläufe einmal vor echtem Publikum geübt habe“, sagt Alexander Seeger, Auszubildender im Hotel Hohenhaus in Holzhausen.

Auch Christian Zienteck, Auszubildender im Ekkos Kultur- und Tagungshotel in Bad Sooden-Allendorf, sieht die Vorteile des Wettbewerbs für seine Ausbildung: „Ich versuche gerade zu üben, wie man ein bestimmtes Produkt verkauft“, sagt er. Zienteck war am Wettbewerbstag an der Fleischstation eingeteilt und tranchierte Rind, Lamm, Schwein und Geflügel vor den Augen der Bewerter. „Heute morgen hab ich mir das Ziel gesetzt, den Gästen als allererstes das Lammfilet schmackhaft zu machen.“ Und das hat auch funktioniert. Gegen Mittag war kaum noch etwas vom zarten Fleisch übrig.

Am Stand von Katharina Windolph war ebenfalls viel los. Tomate, Mozzarella, selbstgemachte Kräuterbutter und Entenfilet, garniert mit Orangenscheiben, lockte das Publikum an. Mit diesen Zutaten bereiteten die geübten Hände der Auszubildenden der Europaakademie Kochsberg in Grebendorf Canapès und Empanadas zu. „Für die Abschlussprüfung sind diese Übungen gut“, sagte Windolph. „Die Motivation den Preis zu gewinnen, ist bei mir aber ebenso hoch.“

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Für den ersten Platz hat es am Schluss nicht gereicht, der ging an Inna Bauer, Auszubildende im Hotel Restaurant Pempel in Großalmerode. Aber über den zweiten Platz durfte sich Katharina Windolph freuen. Den dritten Platz belegte Verena Arnhardt, Auszubildende des Landidyll Hotels Ahrenberg in Bad Sooden-Allendorf.

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