Im November informiert die Deutsche Herzstiftung über diese verbreitete Krankheit

Hilfe beim schwachen Herz

Im Herzkathederlabor: Chefarzt Dr. Peter Schott und Oberarzt Dr. Waldemar Hein. Die Einrichtung hat die Kardiologie in Eschwege weit nach vorn gebracht. 1000 Kathederuntersuchungen und -behandlungen gibt es pro Jahr. Foto: Mayer

Werra-Meißner. Rund 1,6 Millionen Menschen leiden in Deutschland zurzeit unter einer chronischen Herzinsuffizienz. Mindestens 300 000 Menschen erkranken jährlich neu. Grund genug für die Deutsche Herzstiftung, die diesjährigen Herzwochen unter das Motto „Das schwache Herz“ zu stellen.

1500 Veranstaltungen im Jahr sollen aufklären, woran man die Krankheit erkennt und dazu motivieren, den Arzt aufzusuchen. Die 1979 gegründete Deutsche Herzstiftung, die ihr 80 000. Mitglied erwartet, ist mit zirka hundert ehrenamtlichen Regionalbeauftragten darum bemüht, flächendeckende Aufklärungsarbeit zu leisten. Für den Raum Eschwege, Witzenhausen, Heiligenstadt und Worbis ist Horst Raue aus Bad Sooden-Allendorf unermüdlich unterwegs, beispielsweise die Termine im November publik zu machen. Vorträge über „Das schwache Herz - Diagnose und Therapie von Herzinsuffizienz“ finden wie folgt statt und sind für jedermann kostenlos zugänglich:

Im Krankenhaus in Witzenhausen spricht Dr. Michael Müller am Mittwoch, 20. November, von 18 bis 19.30 Uhr.

Im Klinikum Werra-Meißner Eschwege referiert Privatdozent und Chefarzt der Kardiologie Dr. Peter Schott am Mittwoch, 27. November, von 17 bis 19 Uhr.

Weitere Veranstaltungen zum Thema finden heute um 13.30 Uhr im Vitalpark Heiligenstadt sowie am 12. und 13. November ab 17 Uhr im Eichsfeld Klinikum Worbis statt.

Im Klinikum Werra-Meißner Eschwege ist die Kardiologie seit 2009 spürbar ausgebaut worden, namentlich das Herzkathederlabor trägt seitdem zum besseren Behandlungsspektrum von Herzpatienten bei. „Wir haben zirka 1500 Patienten mit akuter Herzschwäche im Jahr, insgesamt 2500 stationäre Patienten jährlich“, weiß Dr. Schott, aus dessen Abteilung an mehreren Tagen in der Woche Ärzte zur Herz-Basis-Diagnose nach Witzenhausen pendeln.

Zirka 1000 mal kommt der Herzkatheder jährlich zum Einsatz, 300 Ballonaufweitungen von Blutgefäßen werden vorgenommen sowie bis zu 600 Stents gesetzt. 60 Defibrillatoren werden jährlich in Eschwege implantiert, 150 Herzinfarkte, davon die Hälfte lebensbedrohend, behandelt.

„Hier hat sich mit 4,7 Prozent die Sterblichkeit im Krankenhaus in jüngster Zeit mehr als halbiert“, so Dr. Schott mit berechtigt stolzem Blick auf sein Team.

Von Helmut Mayer

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