Landeswohlfahrtsverband fördert Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen im Kreis

Hilfe in seelischen Krisen

Unkomplizierte Hilfe: In der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle des Vereins Aufwind in Eschwege, gibt Birgitt Pastoors Unterstützung in seelischen Krisensituationen. Foto: Weber

Eschwege. Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die dauerhaft oder vorrübergehend Hilfe zur Lebensbewältigung brauchen, finden diese in den Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen.

Hessenweit fördert der Landeswohlfahrtsverband 70 Beratungsstellen mit 2,56 Millionen Euro in diesem Jahr. In Eschwege und Witzenhausen befindet sich die Beratung für den Werra-Meißner-Kreis unter dem Dach des Vereins Aufwind. „Die Unterstützung, die wir vom Landeswohlfahrtsverband erhalten, richtet sich nach der Einwohnerzahl des Kreises, insgesamt ist das eine Summe von 42 000 Euro“, sagt Aufwind-Vorstand Hartmut Kleiber. Dies sind 23 Prozent der benötigten Mittel. Darüber hinaus gibt der Kreis 99 000 Euro, die Stadt Eschwege 5000 Euro, der Verein bringt 12 000 Euro Eigenmittel auf.

Die Beratung ist ein niedrigschwelliges Angebot, bei dem es keine Zugangsvoraussetzungen gibt. Termine können zeitnah und auch anonym vereinbart werden. „Die Anzahl der Beratungen ist in diesem Jahr konstant zu den Vorjahren, wenn nicht sogar leicht ansteigend“, sagt Beraterin Birgitt Pastoors. „Das bedeutet nicht, dass die Zahl der psychisch erkrankten im Kreis gestiegen ist, sondern dass immer mehr betroffene Menschen in die Beratung kommen, da inzwischen eine Normalisierung des Themas stattgefunden hat und die Hemmschwellen gesunken sind.“ Viele, die Beratung suchen, sind zwischen 40 und 50 Jahre alt, schwer erkrankt, und haben damit kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „So werden in der Beratung auch Fragen wichtig, die den Umgang mit der Krankheit im Alter betreffen“, sagt Birgitt Pastoors.

• Kontakt und Info: Die PSKB in Eschwege befindet sich in der Bremer Straße 1, Tel: 0 56 51/7 43 80.

Von Kristin Weber

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