72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend startet in Eschwege und Wanfried

Himmlische Hilfe für drei Tage

Eschwege/Wanfried. „Euch schickt der Himmel“, rief der Erste Stadtrat Reiner Brill am Donnerstag rund 30 Kindern und Jugendlichen zu, die sich vor dem Rathaus getroffen hatten, um von Bürgermeister Alexander Heppe und Brill in dessen Funktion als Sozialdezernent Aufträge entgegenzunehmen.

Die Kinder und Jugendlichen sind Teil des deutschlandweiten Projektes „72 Stunden“, einer Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Fühlpfad: Anna und Miriam rechen das neue Kiesbett.

In 72 Stunden arbeiten katholische Jugendliche seit Donnerstagnachmittag, 17.07 Uhr, nun ehrenamtlich an Projekten in Wanfried, Eschwege und ganz Deutschland. In den Hochwassergebieten helfen die Jugendliche, Flutschäden zu beseitigen.

In Eschwege hat der Leo-Club – die Jugendorganisation des Lions-Clubs – den Auftrag, einen verwahrlosten Container auf dem Heuberg wieder aufzufrischen. Die Gruppe „Minis“, Messdiener der Katholischen Gemeinde, renovieren währenddessen einen Fühlpfad im Kindergarten St. Elisabeth. Dort können die Kinder künftig barfuß verschiedene Untergründe erfühlen.

Und in Wanfried baut die Malteser-Jugend einen massiven Grillpavillon. Das Schwierige an der Aktion: Nicht nur, dass die engagierten Jugendlichen nicht mehr als 72 Stunden Zeit bekommen, um ihre Aufträge zu erfüllen. Sie arbeiten außerdem vollkommen gratis, müssen sich also benötigtes Material organisieren und sind dabei auf Spenden angewiesen.

Am Sonntag müssen letztendlich die beendeten Projekte auch noch der Öffentlichkeit übergeben werden, natürlich nicht ohne ein entsprechendes Einweihungsfest. Dieses aber müssen die Jugendlichen ebenfalls selbst aus dem Boden stampfen.

Von der Einladung zum Fest über ein kulturelles Rahmenprogramm bis zur Versorgung mit Speis und Trank muss also an alles gedacht werden. Die 15 Jugendlichen der Malteser-Jugend übernachteten zum Freitag gar auf der zukünftigen Baustelle in Wanfried, um beim Bau des Grillpavillons keine Zeit zu verlieren.

„Wer uns noch helfen will, ist jederzeit herzlich willkommen“, sagt Dechant Mario Kawollek. Denn am Sonntag soll um 17.07 Uhr alles fertig sein.

Von Wolfram Skupio

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