Fragen und Antworten: Hinter Legal Highs verbergen sich gefährliche Drogenmixe

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Vermeintlich legaler Rausch in bunten Tütchen: Die Potenz der neuen Stoffe, sogenannter Legal Highs, birgt gerade wegen der winzigen Dosen, die für einen Rausch nötig sind, die große Gefahr der Überdosierung. 

Werra-Meißner. Sogenannte „Legal Highs“ sind ein Trend im Internet: Die vermeintlich legalen Rauschmittel lassen sich bequem per Mausklick bestellen und versprechen den scheinbar sorgenfreien Kick. Dabei sind „Legal Highs“ alles andere als harmlos: Harald Nolte von der Fachstelle für Suchtprävention Eschwege beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was versteht man unter Legal Highs?

Harald Nolte

Legal Highs (englisch für „legaler Rausch“) werden als sogenannte Kräutermischungen, als Badesalz oder in flüssiger Form frei im Internet angeboten. Es handelt sich um chemische Substanzen, die gezielt im Labor hergestellt werden. „Legal Highs“ ähneln in ihrer Wirkung Betäubungsmitteln wie Cannabis, Speed oder Kokain.

Was macht die Legal Highs so gefährlich?

Die chemischen Substanzen treten in unterschiedlichen Formen und Konzentrationen auf. Eine Überdosierung ist daher nie auszuschließen. „Bei der Einnahme kann es zu großen Problemen kommen“, warnt Harald Nolte. Eine Einnahme kann Brustschmerzen, einen unregelmäßigen Herzschlag, Atemlosigkeit und Erbrechen sowie Verwirrtheit, Halluzinationen und Bewusstlosigkeit nach sich ziehen.

Ist das Problem im Werra-Meißner-Kreis akut?

„Die Problematik ist uns bekannt“, sagt Harald Nolte. Zu Beginn des Jahres 2013 habe es bereits eine Fachveranstaltung gegeben. Dramatische Fälle wie etwa der eines 34-jährigen Kasselers, der nach der Einnahme von Legal Highs im vergangenen Jahr verstorben ist, gebe es im Kreis aber nicht.

• Kontakt: Telefon 0 56 51/3 39 42 92 sowie Telefon 0 56 51/3 39 42 96. www.suchtpraevention- eschwege.de

Wie man sich vor Legal Highs schützen kann und  wie die aktuelle Rechtslage  zu den "Kräutermischungen" aussieht lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der Werra-Rundschau und im ePaper.

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