Werkstatt für junge Menschen:Hans-Joachim Bertram geht in Ruhestand

Vom Hippie zum coolen Pragmatiker

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Hans-Joachim Bertram ist nun auch offiziell im Ruhestand: Gestern verabschiedeten den 61-Jährigen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Kirche, Schule und weiteren Bereichen der Gesellschaft.

Eschwege. Es handele sich beim Abschied Hans-Joachim Bertrams aus der Geschäftsführung der Werkstatt für junge Menschen aus Kirchensicht um „eine gestreckte Kasualie", sagte Diakoniepfarrer Markus Keller augenzwinkernd

Damit spielte er vor allem darauf an, wie sorgfältig dieser seinen Ruhestand vorbereitet hatte. Schon vor drei Jahren hatte der 61-Jährige in enger Abstimmung mit seinen Mitarbeitern damit begonnen, die Führungsstrukturen der Einrichtung auf neue Füße zu stellen.

So gibt es nun einen dreiköpfigen Vorstand mit Jakob Latz, Anke Engel und Bernd Hirschfelder an der Spitze. Letzterer war es auch, der im Reigen der vielen Redner während der gestrigen Verabschiedungsfeier im E-Werk besonders treffend beschrieb, wie Hans-Joachim Bertram 32 Jahre lang seine Arbeit mit Kopf, Herz und Hand ausgefüllt hatte. Stets habe er vor allem einen klaren Blick für Notwendigkeiten an den Tag gelegt, gründlich nachgedacht und zu überzeugen gewusst.

Werkstatt auf Kurs gehalten

So sei es ihm auch gelungen, die Werkstatt für junge Menschen trotz aller politischen Widrigkeiten, Sozial- und Arbeitsmarktreformen nicht nur stets auf Kurs zu halten, sondern die Arbeit auch stets weiter zu professionalisieren und auszubauen.

Aus einer einst als Treffpunkt für arbeitslose Jugendliche gegründeten Einrichtung sei so eine mit mehreren Abteilungen agierende Beschäftigungsgesellschaft geworden, die unzähligen jungen Menschen Lebensperspektiven eröffnet habe. Für die Kirche, die die Werkstatt für junge Menschen stets vor allem finanziell unterstützt hatte, sprach unter anderem Dekan Dr. Martin Arnold. Er betonte, dass Bertram die Kirche stets daran erinnert habe, sich für Teilhabegerechtigkeit zu engagieren.

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