Bürgermeister fordert von K+S Bau der Nordseepipeline und rechnet mit Unterstützung der neuen Regierung

Hix: Werra-Rettung in Koalitionsvertrag

Frank

Bad Sooden-Alelndorf. Die Bürgerinitiative Rettet die Werra (BI) setzt Hoffnungen in die neue schwarz-grüne Regierungskoalition in Hessen beim Ringen um eine saubere Werra. „Wir erwarten eine konsequente Umsetzung der Empfehlungen des runden Tisches und verbindliche Aussagen hierzu im Koalitionsvertrag“, fordert der Vorsitzende der BI und Bürgermeister von Bad Sooden-Allendorf Frank Hix.

Seit 2006 setzt sich Hix mit der BI für den Gewässerschutz und gegen die Versalzung von Werra und Weser durch den Kaliproduzenten K+S ein. „Der Landtag hat sich bereits im Jahr 2007 parteiübergreifend zu einer naturnahen Werra bis zum Jahr 2020 bekannt“, erinnert Hix, und es sei daraufhin ein runder Tisch Werra/Weser Gewässerschutz und Kaliproduktion von den Ländern Hessen und Thüringen eingesetzt worden, an dem auch er Mitglied sei. An diesem runden Tisch sitzen Vertreter von K+S, Landesregierungen, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Tourismusverbänden, Fischereiverbänden und Bürgerinitiativen. Hier wurden alle bekannten und auch angepriesenen Vorhaben zur Reduzierung der Salzabfälle von Wissenschaftlern geprüft und bewertet.

Im Jahr 2010 hat der runde Tisch eine Empfehlung abgegeben, wonach neben der Vermeidung oder Reduzierung von Salzabfällen bei der Produktion und dem Stopp der Versenkung von Salzlauge in den Untergrund letztlich der Bau einer Pipeline an die Nordsee Werra und Weser entlasten und die Arbeitsplätze in der Kali-Industrie erhalten soll.

„Durch die begonnen Maßnahmen von K+S wird zwar eine leichte Verbesserung der Gewässerqualität erzielt, doch wir sind noch weit von dem Ziel einer naturnahen Werra entfernt“, erklärt Hix.

K+S sei erheblich unter Druck, so Hix, denn das Regierungspräsidium habe die Versenkung nahezu der Hälfte der Salzabfälle in den Untergrund nur noch bis 2015 erlaubt. Das bedeute, sollte das Unternehmen nicht schon bei der Produktion die Salzabfälle vermeiden, dass dann kein Entsorgungsweg außer der Einleitung in die Werra mehr möglich wäre. Allerdings habe K+S hierfür keine Genehmigung und müsste im schlimmsten Fall die Produktion herabsetzen. Das wiederum würde zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Die BI erwarte von K+S, endlich die Vorschläge des runden Tisches, besonders den Bau der Pipeline, umzusetzen und damit auch weiterhin für eine erfolgreiche Produktion in der Region zu sorgen, sagte der BI-Vorsitzende Hix.

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