Hochsaison für Zecken: Borreliose im Werra-Meißner-Kreis verbreitet

Werra-Meißner. Auch in diesem Jahr sind die Zecken wieder im Landkreis unterwegs. Nachdem der Winter relativ mild verlief, sind die Spinnentiere nun früh und auch in hoher Anzahl aktiv.

Ungefährlich sind die Parasiten nach wie vor nicht. Durch ihren Biss kann eine Vielzahl von Krankheiten übertragen werden. So zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die unter anderem zu einer Hirnhautentzündung und Lähmungen führen kann. Diese Erkrankung tritt jedoch nicht deutschlandweit auf – vor allem im südlichen Teil sind die Zecken mit diesen Viren infiziert. Daher ist Kreissprecher Jörg Klinge auch kein Fall von FSME in der Region bekannt. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es. Sie empfiehlt sich vor allem für Menschen, die in den entsprechenden Gebieten unterwegs sind.

„Der Werra-Meißner-Kreis gilt nicht als Risikogebiet für FSME. Borreliose dagegen kommt hier relativ häufig vor“, sagt Beate Westphal von der Löwen-Apotheke in Witzenhausen. Das bestätigt auch Matthias Dumm vom Forstamt Hessisch Lichtenau: „Bei einer wissenschaftlichen Untersuchung am Meißner waren etwa zehn Prozent der Zecken mit Borreliose infiziert.“ Bei dieser Krankheit reichen die Symptome von starken Schmerzen bis hin zu Herzproblemen und Gesichtslähmungen. Hierfür gibt es bisher keine Impfung.

Meist lauern die Zecken im Gebüsch, im Gras und in Sträuchern. Im Vorbeigehen streifen Menschen diese schnell mal ab. Schützen kann man sich vor den lästigen Bissen mit verschiedenen Hilfsmitteln. In erster Linie ist die richtige Kleidung wichtig. „In der Natur sollte eine lange Hose und ein langes Oberteil getragen werden. Die Hose kann man in die Schuhe stecken, damit die Tiere nicht am Körper hochkrabbeln“, erklärt Margret Gaßmann von der Löwen-Apotheke. Auch Zeckensprays können zusätzlich noch bei der Abwehr helfen. (juh) 

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