Immer mehr Kranke - Infekt setzt Patienten lange außer Gefecht

Höhepunkt der Grippewelle erreicht

Eschwege. Die diesjährige Grippewelle erreicht in dieser Woche nach Einschätzung des Kreisgesundheitsamtes ihren Höhepunkt. „Wir kommen jetzt in die Spitze rein", sagt Kreissprecher Jörg Klinge.

Seinen Angaben zufolge waren in der Woche vom 11. bis 17. Februar - neuere Zahlen liegen dem Gesundheitsamt noch nicht vor - neun Menschen an Grippe erkrankt. In den Wochen davor waren es seit Jahresbeginn lediglich fünf Personen. „Wir gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, denn nicht jeder geht zum Arzt“, so Kreissprecher Klinge.

An der harmloseren Influenza-Variante, dem grippalen Infekt, sind im Kreis derzeit weitaus mehr Menschen erkrankt, auch wenn sich das Ausmaß nicht genau beziffern lässt. „Unser Wartezimmer ist voller Patienten mit Atemwegserkrankungen“, sagt der Eschweger Hausarzt Dr. Bernd Heinemann, der von einer „lang anhaltenden Krankheitswelle“ spricht. Außergewöhnlich sei, dass der Infekt die Patienten für längere Zeit außer Gefecht setze als üblicherweise zu erwarten sei.

Der Eschweger Kinderarzt Dr. Florian Peters hat die gleichen Erfahrungen gemacht. „Die Krankheit ist auch mit ungewöhnlich hohem Fieber mit Temperatur bis zu 40 Grad verbunden, das länger anhalte als gewöhnlich“, so Peters. Während kleinere Kinder dies eher wegstecken könnten, „haut es die Jugendlichen regelrecht um“, so der Kinderarzt. Betroffen seien alle Altersstufen, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen.

Auch an Schule und in Kindergärten sind die Auswirkungen inzwischen zu spüren. „Allein am Montag haben sich 30 Schüler krank gemeldet“, sagte Harald Krones von der Brüder-Grimm-Schule. Von den Lehrern sei glücklicherweise kaum einer erkrankt, sodass der Unterricht in vollem Umfang aufrecht erhalten werden könne. In der Kita Mauerstraße sind derzeit etwa zehn Prozent der Kinder krank.

Von Dieter Salzmann

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