Unternehmen im Werra-Meißner-Kreis nutzen Homeoffice

VR Bank Mitte 
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50 Beschäftigte sind im Ho meoffice, 40 Kollegen arbeiten in anderen Filialen, damit ihre Abteilung bei einem Verdachtsfall nicht komplett in Quarantäne muss: Standort Witzenhausen der VR-Bank Mitte.

Viele Betriebe im Kreis bieten derzeit Beschäftigten die Arbeit zuhause an. Das senkt die Ansteckungsgefahr, ermöglicht Beschäftigten in Quarantäne die Weiterarbeit und kommt Eltern entgegen. 

Werra-Meißner.  Viele Betriebe im Kreis bieten derzeit Beschäftigten die Arbeit zuhause an. Das senkt die Ansteckungsgefahr, ermöglicht Beschäftigten in Quarantäne die Weiterarbeit und kommt Eltern entgegen, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern müssen.

VR-Bank hat 50 Mitarbeiter im Homeoffice

„50 unserer 430 Mitarbeiter sind derzeit im Homeoffice“, berichtet Personalmanagerin Olivia Gümpel von der VR-Bank Mitte. Weitere 40 Beschäftigte arbeiteten nun in einer anderen Filiale als sonst. So stelle die Bank sicher, dass Kollegen in Schlüsselbereichen, etwa in der Kreditabteilung, nicht gleichzeitig in Quarantäne müssten.

Arbeitsschutz wie im Büro 

„Da im Homeoffice die gleichen Arbeitsschutzbedingungen gelten wie im Büro, besucht ein Mitarbeiter die Kollegen zuhause“, führt Gümpel aus. Stühle, Schreibtische und Beleuchtung würden überprüft und gegebenenfalls auf Kosten der Bank ausgetauscht. So sicherten sie sich gegen Haftungsansprüche bei Unfällen und Gesundheitsschäden.

Besonders geschützter Rechner

Das Institut stelle zudem den Bildschirm und den besonders geschützten Rechner. Der Arbeitsraum müsse sich abschließen lassen, damit das Bankgeheimnis gewahrt bleibe.

Stiebel Eltron nur wenige Zuhause wegen Produktion 

Bei Stiebel Eltron in Eschwege sieht die Lage anders aus. Nur rund zehn der 190 Beschäftigten arbeiten aktuell im Homeoffice, sagt Personalleiterin Anke Herrmann. Das liegt daran, dass der Großteil der Mitarbeiter für die Produktion im Werk sein muss. „In den Bereichen, in denen es möglich ist und die Mitarbeiter, die zu einer Risikogruppe gehören, arbeiten von zuhause“, sagt Herrmann. Bei Stiebel Eltron sind das zum Beispiel die Fertigungsleitung, Disposition und Produktentwicklung.

Die Technik wie Laptops wurden vom Unternehmen zur Verfügung gestellt, sagt Herrmann. Per VPN, einer Software zur Sicherung des Datenstroms, können die Mitarbeiter gewohnt wie an ihrem Arbeitsplatz auf die Server zugreifen.

Homeoffice für Eltern 

„Wir ermöglichen es einer Handvoll Eltern, zuhause zu arbeiten, wenn sie die Kinderbetreuung nicht sicherstellen können“, sagt Anita Opas von der Bad Sooden-Allendorfer Firma Stallbau Weiland.

An die 90 Beschäftigte zähle das Unternehmen, das mobile Hühnerställe herstellt. In der Produktion sei Homeoffice nicht möglich, aber im Bürobereich, etwa im Marketing und der Kundenbetreuung.

Nicht überall gute Internetverbindung 

„Damit die Arbeit von zuhause aus möglich ist, muss es eine gute Internetverbindung geben“, erklärt Michael Ludwig, der das Servicezentrum Werra-Meißner der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg leitet. Das sei nicht überall gegeben.

Kein Homeoffice gegen den Willen möglich

„Gegen ihren Willen können Mitarbeiter nicht ins Homeoffice geschickt werden“, sagt Michael Ludwig. Anders sei es, wenn dies der Arbeitsvertrag oder eine Betriebsvereinbarung so vorsehen würden oder wenn sich ein eigentlich gesunder Beschäftigter in Quarantäne aufhalten müsse.

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