Unternehmerfamilie legt Planung vor

Hotel an Müllers Weiden in Brückenhausen nimmt konkrete Formen an

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Das Hotel auf Müllers Weiden soll sich der Landschaft anpassen, eingeschossig gebaut werden und begrünte Dachflächen bekommen.

Die Eschweger Unternehmerfamilie Kühnemund hat mit ihrem Architekten Ludwig Lieberknecht eine Planung vorgelegt, wie ihr Hotel an Müllers Weiden in Brückenhausen aussehen soll. 

Das Hotel passt sich in die Naturlandschaft auf Müllers Weiden in Eschwege ein. Die Pult- und Flachdächer der eingeschossigen Bebauung werden weitgehend begrünt. Alter Baumbestand wird nahezu komplett erhalten, zusätzliches Gehölz wird angepflanzt. , die bei den Stadtverordneten großen Zuspruch fand.

Dreizehn Zimmer sollen in dem neuen Hotel entstehen. Es wird einen Frühstücksraum geben, eine weitergehende Restauration, soweit sich ein passender Partner dafür findet, einen Fitness- und Saunatrakt, eine Dachterrasse und großzügiges Freigelände, das zum Teil von der Öffentlichkeit genutzt werden darf.

Alter Gebäudekomplex soll im Januar abgebrochen werden

Die Gartenhütten auf Müllers Weiden wurden abgebrochen, der alte Gebäudekomplex soll im Januar folgen. Mit dem Baubeginn rechnet Dieter Kühnemund im März kommenden Jahres. „Hoffentlich sind wir bis zum Jahresende mit dem Neubau fertig“, sagte er am Mittwochabend.

Auf Müllers Weiden soll das Hotel entlang der Haarlache (rechts) entstehen. Über die Schleusenanlage (links im Bild) wünschen sich die Investoren einen Fußweg.

Die Fassaden werden weiß verputzt oder mit Holz verkleidet. Die Erschließung erfolgt über die Haarlache aus Richtung Unter dem Kleinen Wehr/Bremer Straße – die vorhandene Brücke hat eine Traglast von wenigstens 30 Tonnen. Ein Fußweg soll über die Schleusenanlage eine Verbindung zum Schlossplatz herstellen. 

Wegerecht für Fußgänger und Radfahrer

Mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wird darüber noch nach einer Lösung gesucht. Damit diese Verbindung zwischen Brückenhausen über Müllers Weiden zum Schlossplatz und zurück der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wird, ist im Bebauungsplan ein öffentliches Wegerecht für Fußgänger, für den größten Streckenabschnitt auch für Radfahrer, eingetragen.

Durch die Dachbegrünung und die nicht sichtbare Aufständerung der Gebäude wird in dem Hochwassergebiet quasi keine Fläche versiegelt. Die gesamte Heizenergie wird aus Erdwärme gewonnen. „Wir legen Wert auf die ökologische Verträglichkeit, darauf, dass sich die Bebauung in das Gelände einpasst, und wir wollen weite Teile des Grundstücks der Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Kühnemund.

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