Neue Hoffnung für den kranken Fünfjährigen

Fast 2000 ließen sich am Samstag für Henrik typisieren

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Helfen ist für ihn Ehrensache: Der 21-jährige Student Joey Kronenberg will unbedingt helfen und ließ sich von Dr. Hans Neumeyer Blut für die Typisierung abnehmen. Er fand es super, dass so viele in die Dünzebacher Torturmhalle gekommen sind, um sich für Henrik Wolf testen zu lassen.

Eschwege. Fast 2000 Menschen kamen am Samstag in die Dünzebacher Torturmhalle in Eschwege, um sich für den kranken Henrik Wolf typisieren zu lassen. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hatten alles gut im Griff - nun bleibt die Hoffnung, dass bald ein geeigneter Spender für den Fünfjährigen gefunden wird.

Die fleißigen Helfer: Stolz sind die Ehrenamtlichen, denn fast 2000 sind zur Typisierungsaktion für Henrik gekommen.

Die Dünzebacher Torturmhalle platze am Samstag fast aus allen Nähten: Hunderte Menschen waren in die Kreisstadt geströmt, um sich für den kranken Henrik Wolf typisieren zu lassen. Sein Vater Klaus Wolf war von der riesigen Anteilnahme sichtlich ergriffen: „Ich hatte schon an den angepeilten 1000 Spendern gezweifelt, aber dass so viele Leute kommen, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Die Erwartungen wurden bereits am Mittag übertroffen, denn allein bis 14 Uhr waren annähernd schon 800 Spendenbereite in der Halle. Am Ende waren es 1970 - doppelt so viel wie erwartet.So wie der 42-jährige Stephan Mannsbarth aus Kassel. Selbst Vater von drei Kindern, war es für ihn eine Selbstverständlichkeit sich für den fünfjährigen Henrik typisieren zu lassen. Die 22-jährige Jaqueline Franze aus Eschwege war mit ihrem Freund Julian Olssok da. Der 23-Jährige ist bereits bei der Deutschen Knochenmark Spenderdatei (DKMS) registriert und Franze wollte seinem guten Beispiel folgen. „Henrik ist ja erst fünf Jahre alt und hat noch so viel vor sich und wenn da so ein kleiner Piecks schon helfen kann, bin ich dabei“, sagt die 22-Jährige.

Bilder von der Typisierungsaktion

Hunderte bei Typisierungsaktion für Henrik Wolf

Doch damit nicht genug: Neben den Typisierunsgwilligen halfen um die 100 Freiwillige für einen reibungslosen Ablauf. „Es sind so viele, ich kann das gar nicht zählen“, sagt Klaus Wolf. Er ist froh, dass er mit der Typisierungsaktion endlich aktiv etwas für seinen Sohn tun kann. Henrik ist zwar von Geburt an immer wieder krank gewesen, doch die Diagnose hatte die Familie erst vor wenigen Wochen erhalten. „Die Krankheit ist schwer zu diagnostizieren“, sagt Klaus Wolf. Um so erfreuter ist er, dass nun endlich etwas passiert. Unter den zahlreichen Helfern waren neben Ärzten, Arzthelfern, Lehrern, Freunden der Familie und medizinische Fachangestellte auch die DRK Ortsverbände aus Eschwege, Witzenhausen, Reichensachsen, Waldkappel und Wanfried sowie die Johanniter Unfallhilfe aus Göttingen. (dir)

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