Hupen für Monsters of Liedermaching beim Autokonzert in Eschwege

Monsters of Liedermaching: Zwei Konzerte spielte die Band, die ein ganz besonderes Verhältnis zu Eschwege hat und beim Open Flair zum „Stammpersonal“ gehört. Foto: Sonja Berg

Die Monsters of Liedermaching spielten die etwas andere Show – zwei Auto-Konzerte standen am Wochenende auf dem Werdchen in Eschwege auf dem Programm.

Lautes Hupen, ganz leise etwas Musik und dazu wildes Blinken sahen die Spaziergänger auf dem Werdchen. Viele Schaulustige kamen, natürlich mit genügend Abstand, um genauer zu sehen, was da vor dem Baumkreis vor sich ging.

Die Musik kam nicht wie üblich aus Lautsprechern, sie wurde auf Kopfhörer in die Autos übertragen. Die sechs Musiker spielten auf der kleinen Bühne und wurden mit mehreren Kameras auf die große LED-Leinwand übertragen, sodass alle Gäste das Konzert auch sehen konnten. Über wildes Hupen, Blinken, Lichthupe und Scheibenwischer interagierte das Publikum mit der Band, teilweise so sehr, dass die Besucher nach dem Konzert externe Starthilfe für ihre Autos benötigten.

„Wir waren uns vorher nicht sicher, ob das wirklich gut geht – ein Monsters-of-Liedermaching-Konzert vor Besuchern, die in Autos sitzen – weil unsere Konzerte sehr vom Mitmachen und der Interaktion mit unserem Publikum leben“, so Totte Kühn von der Band. „Nach den Konzerten waren wir total begeistert, wie gut das doch geklappt hat, die Leute haben in ihren Autos wirklich alles gegen und sogar die Mitsingteile mitgehupt.“

„Für uns waren die Konzerte mit den Monsters ein Versuch, ich konnte mir im Vorfeld nicht vorstellen, dass das ohne Kommunikation funktioniert, die gab es dann ja aber doch, das war sehr spannend und die Stimmung in den Autos war sehr rührend“, so Alexander Feiertag vom Arbeitskreis Open Flair.

Unter normalen Umständen spielen die Monsters of Liedermaching am 30. April und 1. Mai jedes Jahr zwei Konzerte in Hamburg, die bereits eine lange Tradition haben. „Ich war seit 2011 immer bei den Hamburg-Konzerten dabei und war sehr traurig, dass sie dies Jahr ausfallen sollten, umso mehr habe ich mich dann gefreut, dass sie in Eschwege spielen, da mussten wir nicht groß überlegen“, so Frederike Bründermann, die mit ihrer Schwester Wiebke extra aus Bremen kam.

„Wir sind seit über 20 Jahren jedes Jahr auf dem Open Flair und lieben die Monsters, die Konzerte haben sehr viel Spaß gemacht und das Miteinander, auch wenn man nicht nebeneinanderstand, waren sehr toll“, so Cornelia und Oliver Mühle, die aus Herford kamen. Die Besucher bewiesen viel Kreativität, zogen ihren Autos extra einen Mundschutz an, schnürten Stoff-Lamas an die Spiegel oder aufblasbare Flamingos an den Kühlergrill. „Es hat schon ein bisschen was von Festival und ist eine tolle Abwechslung in einer sonst eher traurigen Zeit“, so Svenja und Kai Phillips.

Zum Abschied gab es nicht Händeschütteln oder Umarmungen mit dem Publikum, die Besucher fuhren mit ihren Autos an der Bühne vorbei zum Ausgang, und die Monsters standen auf der Bühne und winkten.

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