Tanja Steinhaus verlässt die Volkshochschule und fiebert der neuen Aufgabe entgegen

„Ich habe tausend Fragen“

Abschied aus Eschwege: Tanja Steinhaus verlässt die Volkshochschule Eschwege nach siebeneinhalb Jahren mit guten Erinnerungen und großer Vorfreude auf die neuen Aufgaben. Foto: Sagawe

Eschwege. Überaus zufrieden mit den zurückliegenden siebeneinhalb Jahren und „ganz neugierig auf das, was kommt“, verlässt Tanja Steinhaus Eschwege. Die Leiterin der Volkshochschule wird heute Nachmittag verabschiedet. Die 39-Jährige tritt Anfang nächsten Monats die Leitung eines Zusammenschlusses von drei Volkshochschulen im nordrhein-westfälischen Dülmen an.

„Da will ich jetzt hin, ich habe tausend Fragen“, ist Steinhaus voller Vorfreude auf die neuen Aufgaben, nicht ohne zu betonen, dass ihre Zeit im Werra-Meißner-Kreis eine gute war. Gesundheit, Kultur und Sprachen waren ihre Fachbereiche. Dabei ist es vor allem der Fachbereich Sprachen, der es Steinhaus angetan hat.

Nach dem Abitur hat sie ein Jahr als Au pair in England verbracht. Studiert hat Steinhaus nach der Rückkehr nach Deutschland zwar Soziologie, Psychologie und Germanistik, ihre Vorliebe für die englische Sprache und das Land haben sie aber nicht mehr losgelassen. Nur folgerichtig nennt sie Großbritannien und hier besonders London „als das Reiseziel, das ich bevorzugt mal wieder besuchen möchte“.

In Eschwege hat Steinhaus den Englischclub gegründet und etabliert. „Einfach nur mal Englisch schwatzen“ wollen die Teilnehmer der monatlichen Runden, die in einem Pub im Stadtteil Niederhone stattfinden. Der Wirt ist Engländer, was zur standesgemäßen Verständigung mit den Gästen beiträgt. Die Treffen sollen auch nach Steinhaus’ Abschied fortgeführt werden.

Private Gründe seien ausschlaggebend für den Wechsel gewesen, weniger der geplante Zusammenschluss mit der Volkshochschule Witzenhausen, sagt die Leiterin. Sie wolle jetzt endlich mit ihrem Ehemann zusammenziehen, der in Bottrop lebt und in Essen arbeitet. Steinhaus: „Wir sind seit zehn Jahren ein Paar, haben aber noch nie zusammengewohnt.“ Einer musste am Wochenende immer fahren. Wer von beiden den anderen besuchte, hing davon ab, ob Schalke ein Heimspiel hatte - Steinhaus’ Partner ist Fan mit Dauerkarte.

Dafür war am Open-Flair-Wochenende Eschwege stets als Familiendomizil gebucht. Theaterspiel, ist eine weitere Leidenschaft der Volkshochschulchefin, die Medienqualifizierung von Kindern ein besonderes Anliegen. Sie hat Fernsehprojekte für Kinder mit Kindern entwickelt und in den vergangenen Jahren fünfmal veranstaltet.

Und was hat ihr im Werra-Meißner-Kreis sonst gefallen? „Die Offenheit und die Freundlichkeit der Menschen“, antwortet Steinhaus.

Von Harald Sagawe

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