„Ich bin für den Spaß da“

Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer bekommt unbefristeten Vertrag

Wolf-Dietrich von Verschuer will die Aufbruchstimmung in der Initiative Stadtmarketing für neue Wege zu alten Zielen nutzen. Er mahnt Offenheit für den Blick von außen an. Foto: Sagawe

Eschwege. Aus der Interimslösung wird ein dauerhaftes Engagement. Wolf-Dietrich von Verschuer bekommt von der Initiative Stadtmarketing einen unbefristeten Vertrag als Stadtmanager, der in den nächsten Tagen unterzeichnet werden soll.

Vor knapp einem Jahr war der 64-Jährige angetreten, die Geschäfte der Initiative zunächst vorübergehend zu führen.

„Wir sind gerade in einer gewissen Aufbruchstimmung“, beschreibt von Verschuer die Atmosphäre im Stadtmarketing. „Einfach so weiter wie bisher, das funktioniert nicht mehr, wir müssen uns neu positionieren“, sagt er. Die Ziele seien die alten geblieben, der Weg dort hin müsse neu definiert werden. „Ich bin dazu da, dass die Leute Spaß haben, wenn sie in Eschwege einkaufen gehen“, beschreibt der Stadtmanager seine Rolle in dem Gesamtgebilde.

Er sei froh, die Chance bekommen zu haben, an dem Projekt mitzuarbeiten, auch wenn die Halbtagsstelle längst nicht ausreiche, allen Aufgaben gerecht zu werden.

Die Kneipenmusiknacht und der verkaufsoffene Sonntag seien zuletzt sehr gut gelaufen, die lange Einkaufsnacht am Freitag sei in der letzten Phase der Vorbereitung. „Sekt in the City“ ist der vielversprechende Titel. Die Geschäftsleute werden ihre Kunden mit einer kleinen Überraschung empfangen, die nicht automatisch ein Glas Sekt sein müsse, aber durchaus sein könne.

Ende April steht die Eschweger Automobilausstellung an - erstmals am Werratalsee. Das ist einer der neuen Wege, die von Verschuer beschreibt: „Wir wollen den Besuchern blitzende Karossen in Urlaubsatmosphäre präsentieren.“ Auch wenn sich seit der Eröffnung der Schlossgalerie viel positiv verändert habe, kaum Leerstände zu beklagen seien und der Einzelhandel gute Umsätze registriere, warnt der Stadtmanager vor Stillstand und mahnt zu noch kritischerer Auseinandersetzung mit den Aufgaben der Zukunft. „Wir brauchen die Sicht von außen“, sagt er.

In der neuen Umgebung fühle er sich wohl, sagt von Verschuer über seine Arbeitsumfeld, das in die Büros der Kreishandwerkerschaft in Eschwege eingegliedert ist. Aber am liebsten ist er in der City unterwegs, sucht das Gespräch mit Geschäftsleuten und Kunden: „Ich laufe gerne durch die Stadt und halte Kontakt.“

Von Harald Sagawe

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