Darsteller wird am 5. Dezember 70 Jahre alt

Edmund Rohrbeck ist "die ideale Verkörperung des Dietemanns“

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Der wichtigste Auftritt: Beim Festzug am Johannisfestsonntag übernimmt Edmund Rohrbeck als Dietemann seine wichtigste Aufgabe.

Vor 16 Jahren sprang Edmund Rohrbeck bei der Einweihung des Glockenspiels am Rathaus ein. Seither verkörpert er den Dietemann. Heute feiert Rohrbeck seinen 70. Geburtstag.

„Wie die Jungfrau zum Kinde“, sagt Edmund Rohrbeck, sei er zur Rolle des Dietemanns gekommen. Als sein Vorgänger krankheitsbedingt ausfiel, sprang er

Sechzehnmal ging er mit den Biedermeiermädchen an der Spitze des Johannisfestzuges. Das Abbild des Dietemanns ist in der Kreisstadt allgegenwärtig. Die Figur grüßt Einheimische und Besucher mehrmals täglich musikalisch vom Turm des Landgrafenschlosses, die Silhouette klebt bei manchem Eschweger auf dem Autoheck, die Figur ist Motiv des Bierchips im Zelt beim Johannisfest. „Wer kann das schon von sich behaupten“, sagt Edmund Rohrbeck. Er werde an der Kasse im Supermarkt auch ohne Kostüm erkannt und seine Frau „nennen die Kinder dann Frau Dietemann“.

Zwischen sechs und zwölf Auftritte hat Rohrbeck über das Jahr verteilt. Er repräsentiert die Kreisstadt bei den unterschiedlichsten Anlässen – in Eschwege selbst, aber auch auswärts: in den Partnerstädten oder beim Hessentag beispielsweise. „Einigermaßen erfolgreich“, sagt er bescheiden, seien die unterschiedlichen Veranstaltungen in den zurückliegenden 16 Jahren gewesen. „Das macht stolz und das macht Spaß.“

Wenn Besucher in Eschwege weilen, gehört er oft zum Empfangskomitee. „Herr Rohrbeck ist die ideale Verkörperung des Dietemanns“, so Bürgermeister Alexander Heppe gestern, „seine freundliche Art, auf Menschen zuzugehen, begeistert die Gäste unserer Stadt.“ Und weiter: „Ich wünsche ihm alles Gute, möge er noch viele Jahre die Kinderaugen zum Leuchten bringen.“

Das gelingt Rohrbeck vor allem bei seinen „Heimspielen“, wie er die Auftritte in Eschwege nennt, leicht. Anders kann das schon mal außerhalb der Kreisgrenzen laufen, so beim Umzug im Kostüm in der thüringischen Partnerstadt Mühlhausen. „Ein Steppke hat mal gesagt: Da ist der Weihnachtsmann“, erinnert sich Rohrbeck. „Da verschluckt man sich dann schon.“

Heute wird „geringfügig“ gefeiert, sagt er, am Wochenende dann mit der ganzen Familie, in der die drei Enkel die Hauptrolle spielen. Ansonsten hat der gelernte Elektroinstallateur, der sein gesamtes Berufsleben in Eschwege verbrachte, große Freude an den beiden Oldtimer-Motorrädern – einer NSU, Baujahr 1953, und einer 33 Jahre alten Yamaha. „Und seit ich Rentner bin, übernehme ich den Küchenpart“, sagt er.

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