IHK: Konjunktur im Kreis wird leicht steigen

Werra-Meißner. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) rechnet mit einer stabilen und leicht steigenden Wirtschaftsentwicklung im Werra-Meißner-Kreis. Das sagt Dr. Michael Ludwig, Geschäftsführer des IHK-Servicezentrums in Eschwege. „Trotz einer leichten Eintrübung der Wirtschaftsdaten in Nordhessen ist im Kreis auch 2015 mit einem leichten Aufschwung zu rechnen“, sagt Ludwig auf Anfrage unserer Zeitung.

Er bezieht sich auf den IHK-Konjunkturbericht aus dem Herbst 2014. In der Vergangenheit habe sich die heimische Wirtschaft als robust erwiesen. Konjunkturelle Veränderungen im Großen seien bisher mit verhaltenen Ausschlägen quittiert worden, sagt Ludwig. In der Vergangenheit konnten konjunkturelle Rückgänge gerade vor Ort gut gemeistert werden. Die Heterogenität der Wirtschaftsstruktur und die hohe Flexibilität der vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen im Werra-Meißner-Kreis sei hier hilfreich. Grundlage für eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung seien neben stabilen politischen Rahmenbedingungen wie Weltpolitik oder Steuern auch die stabile Binnennachfrage. „Hier liegt es in der Hand der Verbraucher, den regionalen Wirtschaftskreislauf und damit die Region zu stärken“, sagt Ludwig. Der Geschäftsführer des IHK-Servicezentrums hält anhaltende Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen in den Firmen, aber auch die energetische Sanierung von Privathaushalten als Wachstumsmotor der heimischen Wirtschaft. Er ruft die Firmen zu Mut, Weitsicht und Innovationsbereitschaft auf. Die nordhessische Industrie bewertet die Lage indes deutlich schlechter als der Kreis und auch noch als im Frühjahr. Der Konjunkturindex sinkt hier von 130 Punkten auf rund 116. Die klassische Zulieferindustrie und der Großhandel zeigen sich besonders pessimistisch.

Von Tobias Stück

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