IHK und WFG zuversichtlich: Wirtschaft im Kreis bleibt im Aufschwung

Werra-Meißner. Die Wirtschaft im Werra-Meißner-Kreis befindet sich nach Einschätzung von Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg weiter im Aufschwung. Das bestätigen die beiden Institutionen gegenüber unserer Zeitung.

Die IHK geht von einem Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent für die Region aus. „Die Themen für 2018 werden Fachkräftebedarf, Digitalisierung und Verbesserung der Infrastruktur sein“, sagt Dr. Michael Ludwig, Leiter des IHK-Servicezentrums Werra-Meißner.

„Die wirtschaftliche Lage ist gut, sogar sehr gut“, befindet Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der WFG. Die Auftragsbücher der Unternehmen seien gefüllt und werden sich noch weiter füllen, die Zahl der Beschäftigten im Kreis ist auf einen neuen Höchstwert geklettert, die Arbeitslosenquote niedrig wie lange nicht mehr. Unternehmen außerhalb der Region würden sich zunehmend für die Mitte Deutschlands und damit für den Werra-Meißner-Kreis interessieren – vor allem als Logistikstandort. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich 2018 größere Unternehmen im Kreis ansiedeln, ist aktuell äußerst hoch“, sagt Kleeberg. Allerdings dämpft Kleeberg auch die Euphorie. Durch die hohe Beschäftigtenzahl und die gute Wirtschaftslage, mangelt es an Fach- und Führungskräften in fast allen Branchen. Besonders Gastronomie und Handwerk seien gebeutelt. Das werde den Lohnanstieg verstärken und könne die Wachstumsmöglichkeiten begrenzen. Der Fachkräftemangel ist es auch, den die Hälfte der von der IHK befragten Unternehmen befürchtet, die Entwicklung im nächsten Jahr zu hemmen. Zwei Drittel der Betriebe suchen Nachfolger für die aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeiter. Die Hälfte der Befragten wird die Stellen aber nicht kurzfristig besetzen können. In drei von vier Firmen wird der Fachkräftemangel zur Mehrbelastung der Belegschaft führen.

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