Illegale Müllentsorgung: Nabu kann 400 Euro Belohnung zahlen

Immer im Einsatz: Der Kreisverbandsvorsitzende Konrad Volkhardt im Nabu-Schutzgebiet bei Retterode. Foto:  Shuhaiber

Hessisch Lichtenau. Für die Ergreifung illegaler Müllentsorger hatte der Nabu vor gut einer Woche eine Belohnung von 400 Euro ausgesetzt - denn das Aufstellen von eigenen Fotofallen zur Ergreifung des Täters war vom Regierungspräsidium (RP) abgelehnt worden.

Nun hat der Nabu-Kreisvorsitzende Konrad Volkhardt den ersten Tipp aus der Bevölkerung erhalten und Strafanzeige gestellt.

Bereits kurz nach unserer Berichterstattung vom 11. November habe sich ein Zeuge beim Nabu gemeldet, der Hinweise zur Ergreifung des mutmaßlichen Täters geben konnte. „Die Identität des Zeugen möchten wir vorerst aufgrund der dörflichen Struktur und um des Friedenswillen nicht preisgeben, es sei denn, der Beschuldigte bestreitet die Tat“, sagte Volkhardt. Der Vorfall sei bereits bei der Polizei in Hessisch Lichtenau angezeigt worden. Die Beamten hätten die „Entnahme- und Ablagerungsstellen“ protokolliert und die Identität der Baumstukken mit den abgelagerten Abfällen verglichen. Offenbar handelt es sich bei dem Abfall um die Reste von zwei Zwetschenbäumen, die rechts der verlängerten Bergmannstraße an einer Pferdeweide gestanden haben. Volkhardt hat die Stadt Hessisch Lichtenau bereits über den Vorfall informiert, weil der Verdacht besteht, dass die Bäume auf einem städtischen Grundstück standen.

Trotz diverser Hinweisschilder, optischen Abgrenzungen und mehreren Zeitungsberichten wurde in den vergangenen Jahren im Nabu-Schutzgebiet immer wieder illegal Müll entsorgt - insbesondere Gartenabfälle, Gras- und Grünschnitt, Obstbaumschnitt, Beerensträucher und Tujapflanzen. (alh)

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