Im Kreis arbeiten 37 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit

Werra-Meißner. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen im Werra-Meißner-Kreis ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig, die Teilzeit-Jobs hingegen nehmen zu. „Dies trifft auf den gesamten Agenturbezirk zu“, sagt Silke Sennhenn, Pressesprecherin der Arbeitsagentur in Kassel, die zuständig ist für Stadt und Landkreis Kassel sowie den Werra-Meißner-Kreis.

Die gute Nachricht: Die Anzahl der geringfügig Beschäftigten im Kreis ist ebenfalls rückläufig und die Leiharbeit spielt nur eine marginale Rolle. In Zahlen ausgedrückt ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen insgesamt von 28 297 im Jahr 2003 auf 27 495 zum Stichtag 30. Juni 2016 gesunken. Davon waren im Jahr 2003 noch 21 826 Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt, im Jahr 2016 waren dies noch 17 316. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten von 6000 auf 10 178 gestiegen. Der Anteil aller Teilzeitbeschäftigten im Kreis ist damit von 21,2 Prozent im Jahr 2003 auf 37 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist hingegen zwischen 2013 und 2016 von 6097 auf 5361 gesunken.

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass wenn alle sogenannten atypisch Beschäftigten – darunter fallen in der Studie Teilzeit- und Leiharbeiter sowie geringfügige Beschäftigte – zusammengenommen werden, der Anteil dieser atypisch Beschäftigten von 2003 zu 2016 insgesamt von 35 auf 48 Prozent gestiegen ist.

Leiharbeit allerdings spielt laut Sennhenn im Werra-Meißner-Kreis nur eine untergeordnete Rolle: Derzeit machen die Leiharbeiter bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Anteil von 1,2 Prozent aus – das sind 403 Stellen. Im Jahr 2013 waren es noch 536 Arbeitnehmer (1,6 Prozent), die im Kreis leben und als Leiharbeiter beschäftigt waren. Hintergrund,

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