Struthschule Eschwege ist wieder eine „Eine-Welt-Schule“

Immer füreinander da

Zertifiziert: Jürgen Franz vom staatlichen Schulamt Bebra überreicht die Eine-Welt-Urkunde Direktor Rolf Tinnefeld in der Turnhalle der Struthschule. Foto: Weber

Eschwege. An der Struthschule steht der Gedanke im Mittelpunkt, dass sich alle Menschen eine Welt teilen. Das heißt auch, über soziale Gerechtigkeit, ökologische und wirtschaftliche Verantwortung oder gleiche Bildungschancen in dieser Welt nachzudenken. Für die Umsetzung dieses Konzepts überreichte Jürgen Franz vom staatlichen Schulamt in Bebra erneut das Zertifikat „Eine-Welt-Schule“ an Schulleiter Rolf Tinnefeld. „Um das Zertifikat zu verdienen, engagieren wir uns für andere Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns“, erklärte Tinnefeld in einer Feierstunde in der Turnhalle der Schule.

So hat die Schule ein Patenkind in Äthiopien, Ambaru. Das Mädchen wird von den 190 Schülern der Eschweger Grundschule unterstützt, indem diese durch Aktionen, wie beispielsweise Hilfe im Haushalt, immer wieder Geld für Ambaru sammeln, damit auch sie in Afrika zur Schule gehen kann. Aber auch in Deutschland gibt es bedürftige Kinder. Kurz vor Weihnachten halfen die Grundschüler deshalb dabei, Lebensmitteltüten für die Eschweger Tafel zu packen. „Auch im Unterricht ist das globale Lernen ein Schwerpunktthema“, sagte Tinnefeld. „Wir machen darüber hinaus Projekttage zu diesem Thema, es gibt eine Eine-Welt-AG an der Schule oder die Schüler machen Ausflüge, wie den ins Tropengewächshaus in Witzenhausen.“ Die Struthschule ist Mitglied im Qualitätsnetzwerk der „Arbeitsgemeinschaft Eine Welt“, zu der im Werra- Meißner-Kreis und im Kreis Hersfeld-Rotenburg Lehrkräfte aus 13 Schulen gehören, außerdem Mitarbeiter des Staatlichen Schulamts, des Studienseminars Eschwege und der Universität Kassel.

„Das Zertifikat kann den Eltern Anhaltspunkte zum pädagogischen Konzept der Schule geben“, sagte Franz. „Unser Ziel ist es, die Schüler neugierig auf diese Welt zu machen und dass sie keine Vorurteile haben. Sie sollen die Erfahrung machen, dass man selbst etwas tun kann, dass man nicht passiv sein darf.“ Neben dem globalen Lernen sind auch ressourcenschonendes Wirtschaften oder die friedliche Konfliktbewältigung Themen, an die die Schüler herangeführt und für die sie sensibilisiert werden. (kw)

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