Immer stärker gefordert

Bei gemeinsamer Jahreshauptversammlung ziehen Eschweger Feuerwehren Bilanz

Geehrt: Yvonne Wedler, Peter Hoefel und Matthias John (v.r.) wurden von Kreisbrandinspektor Christian Sasse, Stadtbrandinspektor Lothar John, Erstem Stadtrat Reiner Brill, Stadtjugendwart Ralf Rathgeber und Bürgermeister Alexander Heppe ausgezeichnet. Fotos:  Möller

Eschwege. Ist die Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr noch als ehrenamtlich zu bezeichnen oder muss man bei 16 105 geleisteten Stunden in 2015 schon eher von einem Vollzeitjob sprechen? Diese Frage stand unter anderem im Fokus der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Eschwege am Freitagabend in Oberhone, zu der Stadtbrandinspektor Lothar John neben Bürgermeister Alexander Heppe und Erstem Stadtrat Reiner Brill auch Kreisbrandinspektor Christian Sasse begrüßte.

Die Einsätze

„Zwei Unwetter und die Unterstützung beim Aufbau von Asylbewerberunterkünften haben die Zahl der Einsätze in 2015 auf 363 hochschnellen lassen, sind es hier besonders die 182 Hilfeleistungen, die unsere Wehrmänner und -frauen in Atem gehalten haben“, konstatierte John und verwies darauf, dass 2014 die Eschweger Wehren lediglich bei 262 Einsätzen gefordert waren. Diese wurden von 173 Aktiven bewältigt, nachdem im Jahr 2000 noch 225 Aktive zu verzeichnen waren. „Die Einsatzstärke hat kontinuierlich abgenommen, sieht man von zwischenzeitlichen Zuwächsen ab.“

Die Mitglieder

Als erfreulich bezeichnete John den erneuten Anstieg der Mitgliederzahlen bei den Jugend- und Kinderwehren in der Kernstadt und den sieben Ortsteilen. Sie sind nach den Worten von John derzeit die größte Säule der Mitgliedergewinnung für die Einsatzabteilungen. „Eine Einsatzabteilung ohne Jugendfeuerwehr hat auf Dauer sehr große personelle Probleme“, erneuerte der Stadtbrandinspektor seinen Appell für noch mehr Unterstützung der Jugend.

Die Integration

Bezüglich der Integration ausländischer Mitbürger in den Einsatzabteilungen, verwies John darauf, dass diese in Eschwege wohnen und die deutsche Sprache beherrschen müssten. Im Kinder- und Jugendbereich seien die Voraussetzungen anders gelagert und einfacher.

Die Zukunft

Bezüglich des Bedarfs- und Entwicklungsplans führte der Stadtbrandinspektor aus, dass für die kommenden Jahre die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen sowie die räumliche Erweiterung eines Feuerwehrhauses festgeschrieben sind.

Die Gäste

Bürgermeister Alexander Heppe und Erster Stadtrat Reiner Brill dokumentierten bei ihren gemeinsam vorgetragenen Grußworten die Verbundenheit der Stadt mit ihren Feuerwehren. Beide betonten, dass sich der Dienst in den Einsatzabteilungen nicht mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in anderen Vereinen vergleichen lasse. Aus- und Weiterbildung werde von den Blauröcken gefordert. Daher sei es äußerst wichtig, dass die Politik das Ehrenamt in all seinen Facetten unterstütze.

Die Ehrungen und Beförderungen

Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren von Eschwege sprachen Stadtbrandinspektor Lothar John, Bürgermeister Alexander Heppe und Erster Stadtrat Reiner Brill sowie Kreisbrandinspektor Christian Sasse Beförderungen und Ehrungen aus.

• Befördert wurden Philipp Schülbe, Niklas Baasner (Oberhone), Jana Schleuchardt, Lars Gerlach und Katja Alsdorf-Rathgeber (Eschwege), Lars Schlarbaum und Tim Hohmann (Eltmannshausen), Andre Denker (Niederhone).

• Ihren Diensteid leisteten die Wehrführer von Oberhone und Albungen, Robert Hein und Volker Gerlach sowie der stellvertretende Wehrführer von Oberdünzebach, Dominik Fritz.

• Ehrenzeichen der Kreisstadt Eschwege erhielten in Bronze: Christian Gerlach (Albungen), Suzana John (Eschwege), Arno Ettwein (Oberdünzebach), Marc Hartmann und Michael Brüssler (Niddawitzhausen), Philipp Pecher (Niederdünzebach), Rene Geissler (Niederhone). Silber: Matthias John (Eschwege), Yvonne Wedler (Albungen).

• Das Hessische Brandschutzehrenzeichen in Silber nahmen Sebastian Friedrich (Eschwege) und Peter Hoefel (Niddawitzhausen) in Empfang.

• Die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Werra-Meißner erhielt Horst Hübenthal (Niddawitzhausen).

• Über Anerkennungsprämien für langjährige aktive Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung konnten sich Alexander Brehmer (Eschwege), Daniel Schenk und Dennis Müller (Oberdünzebach) sowie Andreas Röth (Eltmannshausen) und Peter Hoefel (Niddawitzhausen) freuen. (mö)

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