Standort in OG-Sporthallen

Impfzentrum des Werra-Meißner-Kreises kommt ab Mitte Dezember nach Eschwege

Die beiden Turnhallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege werden zum Impf- und Logistikstandort umgebaut.
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Die beiden Turnhallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege werden zum Impf- und Logistikstandort umgebaut.

Im Werra-Meißner-Kreis ist der Standort des Impfzentrums nun klar: Die beiden Turnhallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege werden zum Impf- und Logistikstandort umgebaut.

Werra-Meißner – Die Nebenräume sollen für administrative Aufgaben genutzt werden, teilte der Kreis am Dienstagabend mit.

Das Land Hessen hat am Montag seine Strategie für die Massenimpfung gegen das Coronavirus vorgestellt. Ab Mitte Dezember sollen Impfzentren ihren Betrieb aufnehmen. Angedacht sind mindestens 26 solcher Einrichtungen – eine pro Landkreis und kreisfreier Stadt. „Wir haben bereits im Vorfeld der Beauftragung durch das Land Überlegungen über mögliche Standorte angestellt“, sagten Landrat Stefan Reuß und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann. Deshalb habe nach der Klärung offener Details schnell eine Entscheidung getroffen werden können. Der Standort in Eschwege sei als „geeignetster“ ausgewählt worden. „Dementsprechend wird bereits am Freitag mit dem Umbau begonnen“, so Reuß. Die Parkplätze vor der Schule und eine weitere noch zu schaffende Fläche sollen in der Zukunft für die zu Impfenden bereitstehen. Bereits mit Beginn der Arbeiten wird deswegen laut Kreis die obere Hälfte der Parkplätze gesperrt. Alle Planungen seien mit den Schulleitungen und dem Staatlichen Schulamt abgestimmt worden.

„Ich möchte allen Beteiligten für die konstruktive und schnelle Zusammenarbeit während der Schaffung unseres Impfzentrums schon jetzt danken“, sagte Reuß. Ohne die bewährten und reibungslos zusammenarbeitenden Strukturen im Kreis sei dies nicht möglich. In die Planungen sind neben Fachbereichen der Kreisverwaltung und dem Klinikum Werra-Meißner auch das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz eingebunden. Weitere Informationen zum Impfzentrum will der Kreis zeitnah veröffentlichen.

Stefan Reuß

Weil der Impfstoff anfangs nicht für alle reicht, hat der Bund eine Reihenfolge für die freiwillige Impfung festgelegt: Zu den ersten Gruppen gehören Ältere, Menschen mit Gesundheitsrisiko und Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen. (Maurice Morth)

1000 Impfungen pro Tag sind angedacht

Ziel ist es, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Das Land strebt an, dass in jedem Zentrum pro Tag 1000 Menschen die kostenlose Impfung erhalten. Dazu sollen sie sieben Tage die Woche geöffnet haben. Jeder muss zwei Impfungen erhalten. Bedeutet für den Werra-Meißner-Kreis mit rund 100 000 Einwohnern: Wenn täglich 1000 Menschen geimpft werden, dauert es vier Monate, bis eine Impfquote von 60 Prozent erreicht wäre.

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