54 Kinder auf der Warteliste

In einem Jahr ist Einzug: Am Eschweger Bahnhof entstehen 111 neue Kita-Plätze

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Symbolisch: Bauleiter Stephan Märkl, Jörn Engler (Stadt), Heidi Bevern-Kümmel (Kreis), Alexander Heppe (Stadt), Architektin Stefanie Hartung, Christian Gundlach (Stadt), Architekt Robert Burski und Alexander Vogt (Stadt) freuen sich mit den Kindern über den Beginn der Bauarbeiten.

111 Plätze in sechs Gruppen: Der Neubau der Kindertagesstätte am westlichen Bahnhofsumfeld soll die angespannte Lage der Betreuungsplätze in der Kreisstadt Eschwege lockern.

Zahlen des Werra-Meißner-Kreises zufolge stehen in Eschwege 54 Kinder auf der Warteliste. Weitere Kinder sind in der Turnhalle von Niederhone in einer Bedarfsgruppe untergekommen. Ein Teil dieser Kinder war am Donnerstagmorgen deshalb auch zum offiziellen Spatenstich mit dem Zug nach Eschwege gekommen. Adrian, Josh, Layan und Elian wollen hier im Februar 2021 einziehen.

Weitere Kleinkindpädagogen gesucht

Mit ihnen werden auch die Erzieher der Bedarfsgruppe umziehen, berichtet Jörn Engler, Leiter des Fachbereichs Familien und Soziales bei der Stadt Eschwege. Weitere Kleinkindpädagogen werden jetzt gesucht. Eltern hätten bereits Interesse an der neuen Kita. Sie wird voll werden“, sagt Engler. Aber nicht sofort. Die neue Einrichtung werde ab Februar 2021 schrittweise in Betrieb genommen. Erst mit Beginn des Kindergartenjahres im August nächsten Jahres wird sie annähernd voll ausgelastet sein.

So soll es mal aussehen: Fertiggestellt ist die Kita wohl in einem Jahr.

Drei Krippengruppen, eine altersübergreifende Gruppe und zwei Regelgruppen werden auf 1385 Quadratmeter entstehen. Im Januar wurden die Bauarbeiten aufgenommen. Die Vorbereitungen und Planierarbeiten sind abgeschlossen. „Jetzt geht es Schlag auf Schlag“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Aufträge für fast drei Millionen Euro wurden bereits vergeben. „Die verschiedenen Gewerke können jetzt nach und nach beginnen“, sagt Architektin Stefanie Hartung von KM Architekten in Kassel. Insgesamt hatten sich die Bauarbeiten verzögert, weil noch zusätzliche Fördermittel beantragt wurden.

4,3 Millionen Euro Kosten

4,3 Millionen Euro soll die Kita am Ende kosten. Der Eigenanteil sinkt durch die Subventionen von drei Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro übernimmt der Bund, 1,2 Millionen Euro die EU. Heidi Bevern-Kümmel, Leiter des Jugendamtes Werra-Meißner, lobte die Investition in die frühkindliche Bildung. Die Kita neben Ärztezentrum und gegenüber des TC Eschwege wird ein barrierefreier Holz-Rahmenbau mit einigen Glaselementen, berichtet Alexander Vogt, Fachbereichsleiter der Immobilienwirtschaft der Stadt Eschwege. Er hebt die Küche hervor, die jeden Tag frisch kocht und auch die zweite städtische Kita in Oberhone beliefern soll. „Für die Schwerpunkte Ernährung und Bewegung der neuen Kita hat die Stadt ein eigenes Konzept entwickelt“, sagt Heppe.

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