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In Germerode kommen manche Eigentümer ihrer Reinigungspflicht nicht nach

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Von: Julia Stüber

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Verärgert: Ortsvorsteher Wolfgang Stricker (links) und Harald Zindel vom Gemeindevorstand können nicht nachvollziehen, warum manche Grundstücksbesitzer sich nicht an die Straßenreinigungssatzung halten.
Verärgert: Ortsvorsteher Wolfgang Stricker (links) und Harald Zindel vom Gemeindevorstand können nicht nachvollziehen, warum manche Grundstücksbesitzer sich nicht an die Straßenreinigungssatzung halten. © Julia Stüber

Für viele Grundstücksbesitzer ist es wohl ein leidiges Thema, aber die Pflicht besteht: die Reinigung des Bürgersteigs vor der eigenen Haustür.

Germerode – In der Gemeinde Meißner gibt es – wie wohl in allen Kommunen – eine Straßenreinigungssatzung. Und die sagt ganz schlicht und einfach aus: Jeder Eigentümer hat vor unbebauten und bebauten Grundstücken, die durch öffentliche Straßen erschlossen sind, seiner Reinigungspflicht nachzukommen.

Doch eben diese Pflicht bereitet in Germerode Probleme. Manch Germeröder komme ihr nicht nach, sagen Ortsvorsteher Wolfgang Stricker und Harald Zindel vom Gemeindevorstand. Der Bürgersteig vor den entsprechenden Häusern werde nicht gekehrt, Unkraut wachse in die Höhe. „Das schadet dem Ortsbild“, sagen Stricker und Zindel.

Auch für den Asphalt sei es nicht förderlich, wenn die Grundstücksbesitzer den Bürgersteig nicht reinigen. „Der wird dann faul und brüchig – damit kommen langfristig auch Kosten auf die Gemeinde zu.“ Nachvollziehen können Stricker und Zindel das Verhalten mancher Eigentümer nicht.

Die Gemeinde Meissner sorge schließlich auch dafür, dass der Bürgersteig vor Gemeindegrundstücken gesäubert werde. „Außerdem werden wir immer wieder von den Eigentümern angesprochen, die die Bürgersteige sauber halten – sie fragen sich natürlich auch, warum sie der Pflicht nachkommen und andere dagegen nicht.“ Auf das Ärgernis angesprochen, hätten zwar einige der betroffenen Eigentümer reagiert und vor der Haustür gekehrt, aber andere Grundstücksbesitzer eben auch nicht.

Bei einem der Betroffenen sorgten Harald Zindel, Wolfgang Stricker und auch Walter Zindel einfach selbst für Ordnung: Mit entsprechender Ausrüstung reinigten sie den verschmutzten Bürgersteig. „Wir wollten damit zeigen, dass es möglich ist, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Das kann jeder hinbekommen.“

Wer sich inzwischen immer noch nicht an die Pflicht hält, wird demnächst einen Brief von der Gemeinde erhalten – mit der Aufforderung, sich um die Straßenreinigung zu kümmern.

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