Inklusion: 97 behinderte Kinder in regulären Klassen

Eschwege. „All inclusive" heißt es an den Schulen in Hessen: 97 Kinder im Bereich des Staatlichen Schulamts Bebra werden seit Beginn des neuen Schuljahres am vergangenen Montag „inklusiv beschult".

Das heißt, behinderte und nicht behinderte Kinder werden laut neuer hessischer Gesetze und Verordnungen gemeinsam unterrichtet.

Damit konnte fast allen Anträgen von Eltern entsprochen werden, die eine allgemeine Schule für ihr Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf wünschen. Vier Anträge wurden abgelehnt. Das erklärten jetzt vom Staatlichen Schulamt die Leiterin, Anita Hofmann, und Gerhard Finke. Das Amt ist für die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner zuständig. Mit der Inklusion wird in den Klassen eins und fünf begonnen. 38 der 97 Kinder kommen in fünfte Klassen der weiterführenden Schulen. Im Werra-Meißner-Kreis sind es 26 in elf Grundschulen und 24 in acht weiterführenden Schulen.

Hofmann spricht bezüglich der Inklusion von der größten Veränderung in diesem Schuljahr. Diese wirkt sich auch auf die Zahl der Kinder in den Förderschulen aus, besonders im Werra-Meißner-Kreis. An den Lernhilfe-Schulen in Eschwege gibt es nun 20 Schüler weniger, in Witzenhausen 14 und in Großalmerode fünf. Bei den Zahlen spielt nach den Worten Finkes auch die allgemein abnehmende Schülerzahl eine Rolle.

Auch bisher gab es schon den sogenannten „Gemeinsamen Unterricht“ für behinderte und nicht behinderte Kinder. Hier durften maximal 20 Kinder in einer Grundschulklasse unterrichtet werden. Nach der neuen Verordnung zur Inklusion, die erst zum 1. August in Kraft getreten ist, dürfen jetzt bis zu 25 Kinder in einer Klasse sein. (ank)

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