Beschluss der Stadtverordneten

Innenstadt Eschwege: Parkgebühren bis Jahresende ausgesetzt

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Bis Ende des Jahres nicht mehr nötig: Das Stadtparlament hat mehrheitlich beschlossen, die Parkgebühren auszusetzen, um die Innenstadthändler zu unterstützen.

Gute Nachrichten für Kunden, Gastronomen und Geschäftsinhaber in der Eschweger Innenstadt. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstagabend beschlossen, die Parkgebühren bis zum Jahresende auszusetzen.

Außerdem zahlen Gastronomen in diesem Zeitraum nichts für ihre Außenbestuhlung. Eine weitere Entlastung: Für die städtische Kita in Oberhone werden zwischen April und 6. Juli keine Gebühren erhoben. „Das empfehlen wir auch den Trägern der anderen Kitas in Eschwege“, sagte Heppe.

Parkgebühren

Die Koalition aus CDU, FWG und FDP in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung hat den Magistrat aufgefordert, die Parkgebühren und die Sondernutzungsgebühren-Satzung der Stadt auszusetzen. „Wir wollen mit der Aussetzung die Innenstadt stärken und damit den Einzelhändlern, die durch das Coronavirus schließen mussten, wieder zu mehr Kundenfrequenz verhelfen“, hieß es vonseiten der Koalition. Kritik kam aus der Opposition, die befürchteten, dass jetzt mehr Autos den Weg in die Innenstadt suchen würden. Für die Abstimmung wurde der Antrag getrennt. Die Aussetzung der Sondernutzungsgebühren-Satzung für Gastronomen wurde einstimmig verabschiedet, die der Parkgebühren durch die Mehrheit von CDU, FWG und FDP getragen.

Neues Unternehmen

Ein Grundstück im Industriegebiet an der Thüringer Straße wurde an die Firma Timmerberg aus Bad Sooden-Allendorf verkauft. Das Lohnunternehmen aus dem Stadtteil Dudenrode möchte sich vergrößern und wird deshalb nach Eschwege umziehen. Mit ihren Maschinen setzen sie Arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft, im Straßenbau oder im Erdbau in ganz Deutschland um. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 30 Mitarbeiter. Nach dem Komplett-Umzug nach Eschwege sollen hier 35 Menschen Arbeit finden. Zurzeit suchen sie Landmaschinenführer und Lkw-Fahrer.

Hygienekonzept

In einer Sitzung unter Hygiene- und Abstandsregelungen hatte die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend 13 von 20 Tagesordnungspunkten abgearbeitet. Die Sitzung wurde am Ende wie geplant vertagt und wird am Mittwoch, 24. Juni, wieder aufgenommen.

In einer interfraktionellen Runde wurden die Regeln beschlossen. Alle Mandatsträger haben an eigenen Tischen gesessen und zwei Meter Abstand zur nächsten Person gehalten. Während der Sitzung bestand die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken. Nach einer Sitzungsdauer von 60 Minuten wurde eine Viertelstunde stoßgelüftet. Anschließend wurde erneut rund eine Stunde getagt.

Kritik kam von Jörg Heinz (SPD), der die Beschränkung zu jedem Tagesordnungspunkt von einem Sprecher pro Fraktion und auf fünf Minuten Redezeit als nicht akzeptabel empfand.

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