Platz für Austausch und Integration in Marktstraße 

Islamischer Kulturverein in Eschwege feiert Eröffnung 

Freuen sich über die Eröffnung der islamischen Kulturinitiative: Wilfried Schneider (Begegnungsstätte Eschwege), Bakri Khdeir, Salah Towm, Itmeizeh Itmeizy, Maher Abdelhady (vorne, von links), Ahmed Jazi (hinten, von links), Bürgermeister Alexander Heppe und Dekan Martin Arnold. Foto: Kaiser

Eschwege. Einen Platz für Austausch und Integration schaffen sowie Menschen willkommen heißen – das hat sich der islamische Kulturverein Eschwege zur Aufgabe gemacht. Am Samstagmorgen wurde er in der Marktstraße 8 bis 10 in Eschwege offiziell eröffnet und vorgestellt.

Zahlreiche Besucher nahmen teil. Seit Anfang dieses Jahres ist der Kulturverein eingetragen, neben Dr. Maher Abdelhady (Oberarzt der Kardiologie), Dr. Itmeizeh Itmeizy (Assistenzarzt der Inneren Medizin), Dr. Ahmed Jazi (Assistenzarzt der Inneren Medizin) und Dr. Salah Towm (Facharzt der Orthopädie/Unfallchirurgie) zählen Bakri Khdeir, Sahdi Abuhamad und Abdennour Bounakhla zum Vorstand des Vereines.

Alles begann im letzten Jahr: Die Idee zur Gründung des Vereines entstand während der täglichen medizinischen Sprechstunde für die Flüchtlinge der Erstaufnahmeeinrichtung in Eschwege. Hier sahen sich die Gründungsmitglieder des islamischen Kulturvereines mit den Sorgen und Erfahrungen der Geflüchteten konfrontiert. Viele fragten nach Ratschlägen, wie sie einen Weg in eine völlig neue, unbekannte Gesellschaft finden sollten. Die Ärzte beschlossen zu helfen und gründeten den Verein, der sich sowohl die Förderung der islamischen Religion, Kultur und Völkerverständigung als auch die Förderung der Integration vieler Flüchtlinge als Ziel gesetzt hat. Dazu sollen fachbezogene Referate und Dialogveranstaltungen sowie Sprachkurse angeboten werden.

Auch im Bereich Bildung, Kultur und Freizeit will der islamische Kulturverein zahlreiche Aktivitäten ermöglichen. Ein wöchentliches Fußballspielen sowie arabischer Schulunterricht und Nachhilfekurse in Deutsch werden bereits angeboten. Damit beweist der islamische Kulturverein schon jetzt: Hier wird noch vieles passieren und jeder ist willkommen. 

Von Selina Kaiser 

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