Werra-Meißner-Kreis soll auf Abgabe verzichten

Jäger wollen keine Jagdsteuer zahlen

Eschwege. Die Jäger im Werra-Meißner-Kreis machen sich den Protest der Pferdeeigentümer in Bad Sooden-Allendorf zu Eigen und fordern die sofortige Abschaffung der Jagdsteuer, die vom Kreis erhoben wird.

Die Reiter und Pferdehalter würden für die Haltung und Pflege ihrer Tiere bestraft. Die Steuer sei völlig willkürlich und unbegründet, heißt es in einer Erklärung des Jagdvereins Hubertus.

„Auch wir Jäger sind von einer willkürlichen Steuer betroffen“, so Vorsitzender Rainer Stelzner, „der Werra-Meißner-Kreis bestraft jeden Jagdpächter dafür, dass er sich in seiner Freizeit für die Erhaltung und Pflege der Wildbestände und deren natürlicher Lebensgrundlagen in seinem Jagdrevier einsetzt“. Während viele andere Naturschutzverbände aus öffentlichen Mitteln alimentiert würden, bezahlten die Jäger alle Aufwendungen für die Wildhege aus eigener Tasche und trügen über die zwangsweise erhobene Jagdabgabe zusätzlich zur Finanzierung von Artenschutzprojekten bei.

Stelzner: „Offenbar ist es die Taktik mancher Kommunalpolitiker, sich gezielt kleinere gesellschaftliche Gruppen herauszupicken, von denen man wenig Widerstand erwartet, um diese dann mit willkürlichen Steuern zu belegen.“ Nicht die Reiter und Jäger seien verantwortlich für die Schulden der Kommunen, sondern „die seit Jahrzehnten augenfällige Verschwendungssucht mancher Kommunen“. (hs)

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