An der Spitze der Alten

Mit 25 Jahren Chef der Meinharder Sozialdemokraten

+
An der Spitze des Ortsverbandes: Nils Christian Hartmann ist der neue Chef der Meinharder SPD. 

Eschwege. Mit seinen 25 Jahren gehört Nils Christian Hartmann zu den jüngsten SPD-Mitgliedern in Meinhard. Inmitten einer Riege älterer Damen und Herren verkörpert der Lehramtsstudent an der Spitze der Partei die Jugend, den Aufbruch in eine neue Zeit, die Zukunft.

Vielleicht auch die Hoffnung, endlich wieder die jungen Menschen zu erreichen, für die Politik zu begeistern, für kommunalpolitische Aufgaben zu gewinnen.

Nils Christian Hartmann ist seit einigen Tagen Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes Meinhard. Das ist der Zusammenschluss der Ortsvereine in den sieben Ortsteilen. 170 Mitglieder hat die SPD in Meinhard. „Der Altersdurchschnitt liegt deutlich über 50, wahrscheinlich eher bei 60“, sagt Hartmann. Schon früh habe er sich politisch interessiert. „Die Politik bestimmt unser Leben“, sagt er, „und da möchte ich mitreden“.

Die SPD habe er sich ganz bewusst als Plattform für seine politische Arbeit ausgesucht: „Ich wüsste nicht, in welcher Partei ich als junger Mensch besser aufgehoben wäre.“ Er komme aus einer Arbeiterfamilie und betont: „Mir ist wichtig, das auch deutlich zu sagen“.

Die Wahrung der Interessen seiner Mitbürger stünde für ihn über allem, sagt Hartmann. „Die Menschen so wenig wie irgend möglich zu belasten“, nennt der neue Ortsverbandsvorsitzende „das oberstes Ziel meiner kommunalpolitischen Arbeit“. Über die im Schutzschirmvertrag vereinbarten Abgabenerhöhungen und Einsparungen hinaus dürften keine zusätzlichen Belastungen für die Bürger beschlossen werden.

Hartmann über Rot-Rot-Grün 

„Darüber sollten wir ruhig ergebnisoffen diskutieren und nichts ausschließen. In jedem Fall ist eine solche Koalition eine Überlegung wert.“

Über Schwarz-Rot 

„Nicht mehr für 2017, momentan aber eine pragmatische Notwendigkeit. Die SPD ist die treibende Kraft.“

Über die SPD-Meinhard 

„Wir sind noch relativ stark, haben eine Mehrheit von über 60 Prozent und sind die treibende Kraft. Das kann man auch sehen.“

Zur Vorruhestandsregelung 

„Wer schwer arbeitet, soll früher gehen dürfen. Ich würde mir mehr Flexibilität und individuellere 

Regelungen wünschen.“

Zur Krankenversicherung

„Ein ganz schwieriges Thema. Wir haben ein gutes System auf sehr hohem Niveau, das aber dennoch reformbedürftig ist.“

Hartmann über Hartmann 

„Ein sozialdemokratischer Patriot, der pragmatisch orientiert ist und weniger ideologisch denkt.“

Von Harald Sagawe

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare