Traditionell und doch viel Neues

Trotz des Ausfalls: So kann man in den nächsten Tagen das Johannisfest feiern

+
Die ersten Exemplare: (von links) Ricarda Feigenspan, Alexander Heppe und Judith Rode zeigen einen Teil der bemalten Steine, die schon im Familienbüro abgegeben wurden. 

„Ganz anders“ ist das Motto des diesjährigen Johannisfestes. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln kann nicht wie sonst gefeiert werden. Und trotzdem gibt es Traditionen, an denen festgehalten wird.

Wir fassen zusammen, was neu ist und was so wie immer sein wird.

Maien

Von Donnerstagmorgen bis Freitagmittag werden rund 1800 Maien in der Eschweger Innenstadt auf die verschiedenen Depots verteilt. Die Sammelstellen befinden sich: . Am Plan gegenüber der Bäckerei Hufgard . Vor der Turnhalle am Dünzebacher Torturm . Brückenstraße/Ecke Bremer Straße . Forstgasse/Deutsche Bank . Marktstraße zwischen Rathäusern und Spieloase . Stad Lohgerberbrunnen . vor dem Baubetriebshof: Hier können sich die Randbezirke bedienen.

Die Entsorgung der Maien erfolgt über die eingerichteten Depots am Dienstag, 30. Juni. Die Depots werden anschließend wieder geräumt. Eichenlaub zum Kränzewickeln wird nicht ausgegeben.

Brötchen

Sie werden auch in diesem Jahr durch die Bäckereien an die Schüler ausgegeben. Aufgrund der Abstandsregelung dauert die Verteilung in diesem Jahr länger, sodass die letzten Brötchen am Montag (in diesem Jahr nicht schulfrei) ausgegeben werden. „Jeder bekommt ein Brötchen“, verspricht Bürgermeister Alexander Heppe.

Plakette

Die wird bereits seit einigen Wochen verkauft. Nachdem die Schüler das Vorrecht hatten, wird der Anstecker jetzt im Einzelhandel zum Preis von drei Euro verkauft. „125 Jahre Alexander-von-Humboldt-Schule“ ist das Motiv der Plakette. Zusätzlich gibt es ein neues, erweitertes Johannisfestplaketten-Plakat, das für fünf Euro in der Tourist-Information und in der Stadtbibliothek erhältlich ist.

Broschüre

Sie ist dieses Jahr etwas ganz Besonderes geworden. „Durch die vielen Beiträge der Eschweger in Form von Gedichten, Fotos und Inszenierungen der Johannisfestumzüge ist sie ein Zeugnis der Heimatverbundenheit der Dietemänner und ein Ausdruck der Liebe zum Johannisfest“, sagt die Fachbereisleiterin Kultur, Judith Rode. Auch die 6000 Broschüren werden im Einzelhandel kostenlos verteilt.

Gedicht und Rede

Zur Eröffnung des Johannisfests ist es Brauch, dass der Bürgermeister reimt. Auch in diesem Jahr wird es ein Gedicht geben, das im Radio übertragen wird. Und auch die Rede an die Eschweger, gemeinhin am Samstagmorgen vom Bürgermeister gehalten, gibt es zur gewohnten Zeit um 10.50 Uhr bei Rundfunk Meißner (RFM).

Dietemannslied

Es wird seit Jahrzehnten voller Inbrunst am Samstagmorgen nach dem Maienzug auf dem Eschweger Marktplatz gesungen. Das funktioniert in diesem Jahr nicht. Am Johannisfest-Samstag werden deshalb die Fenster geöffnet und von zu Hause aus gemeinsam und doch mit Abstand um Punkt 11 Uhr das Dietemannslied gesungen. Der Lokalsender RFM wird zeitgleich die Akustik-Version senden (Empfangsmöglichkeiten: UKW in Eschwege auf 99,7 und in Witzenhausen auf 96,5. Auf DAB+ und im Livestream über radiorfm.de). Wer noch nicht textsicher ist, kann noch mal üben. Eine Version gibt es unter eschwege.de.

Kleine Nachtmusik

2016 stand die traditionelle Kleine Nachtmusik nach über 30 Jahren zum letzten Mal unter der Leitung von Peter Worm. Radio RFM sendet am Freitag, 26. Juni, das komplette Abschiedskonzert. Es startet um 19.05 Uhr.

Steinetausch

Das Eschweger Familienbüro hat den beliebten Steinetausch für das Johannisfest modifiziert. Die Steine können mit Johannisfestmotiven bemalt werden und im Familienbüro am Marktplatz (heute bspw zwischen 14 und 17 Uhr) abgegeben werden. Dort werden die kleinen Kunstwerke ausgestellt. Über 40 sind bereits eingegangen.

Dokumentation

Die Eschweger sollen in Ton und Bild festhalten, wie sie in diesem Jahr Johannisfest feiern. Bilder und Videos können andietemann@eschwege-rathaus.de gesendet werden. Auch die WR will zeigen, wie die Eschweger in Coronazeiten ihr Hänschenfest feiern. Schicken Sie uns ab sofort Ihre Bilder bis Sonntagmittag, 12 Uhr, an redaktion@werra-rundschau.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare