Erstmals Sicherheitskonzept für  das Johannisfest in Eschwege

Eschwege. Für das Johannisfest in Eschwege wird in diesem Jahr erstmals ein Sicherheitskonzept geschrieben. Am Dienstagvormittag diskutierten die Beteiligten den ersten Entwurf. In zwei Wochen soll die fertige Fassung vorliegen. Das kündigte Dagmar Schade-Kurz, Leiterin des Fachbereichs Organisation und Kultur bei der Kreisstadt, gestern an.

„Natürlich waren wir auch schon in den vergangenen Jahren auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet“, sagt Johannisfest-Organisationschef Uwe Gondermann. Ein schriftlich fixiertes Konzept in dieser Form allerdings ist neu. Der Entwurf ist auf Basis des Sicherheitskonzeptes entstanden, das für das Open Flair Verwendung findet. Bereits vor einigen Jahren hatte der Festivalveranstalter einen Notfallplan erarbeiten lassen. Der sieht festgelegte Handlungsabläufe für alle denkbaren Besonderheiten vor.

„Wir können natürlich nicht für alles gerüstet sein“, sagt Schade-Kurz. Sie macht deutlich, dass die Kontrollen und Vorkehrungen gar nicht so weitreichend sein können, sämtliche Ereignisse zu verhindern. „Wie sollen wir verhindern, dass ein Attentäter mit einem Sprengstoffgürtel auf den vollen Marktplatz kommt?“ Das Konzept konzentriert sich vielmehr auf Handlungsabläufe, die auf ein Ereignis folgen und sieht Reaktionen auf Pannen vor. Beispiel: Fällt das öffentliche Stromnetz und in der Folge die Beleuchtung im Festzelt aus, setzt automatisch ein Notstromaggregat ein, das auch nachts für lückenlose Helligkeit sorgt. Eine mögliche Panik unter den Festzeltbesuchern wird verhindert.

Kommt es tatsächlich zu einer sogenannten Lage, reagiert das Krisenteam auf Basis des Sicherheitskonzeptes. Dem gehören neben dem Bürgermeister und den Veranstaltern auch Rettungsdienste und Polizei an. Die sitzen schon bei der Ausarbeitung des Konzeptes mit am Tisch.

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