Johannisfest: Zeltwirt droht wegen lauter Musik der Ausschluss

Eschwege. Hessensound droht der Ausschluss vom Vergabeverfahren für das Johannisfest in Eschwege. Nach Informationen der Werra-Rundschau will die Stadt verhindern, dass das Waldkappeler Unternehmen 2018 erneut den Zuschlag als Festwirt bekommt.

Hessensound und die Eschweger Firma Grein betrieben in diesem Jahr erstmals gemeinsam das Festzelt in der Kreisstadt.

Grund für den beabsichtigten Ausschluss: die Lautstärke im Festzelt; diesbezügliche Kritik sei ignoriert worden. „Ich bin erschrocken“, sagte Hessensound-Geschäftsführer Mario Borschel gestern in einer ersten Reaktion. Von den Bestrebungen wisse er nichts, und Beschwerden bezüglich der Lautstärke seien ihm gegenüber zu keiner Zeit geäußert worden.

Uwe Gondermann, bei der Kreisstadt verantwortlich für die Organisation des Volksfestes, bestätigt, dass auch aus der Bevölkerung Kritik an der Lautstärke geäußert wurde. „Das habe ich aber in jedem Jahr“, so der Organisationschef. Grundsätzlich gelte: Moderne Technik regele die Lautstärke und verhindere die Überschreitung gesetzlich festgelegter Grenzwerte. Zu einem Ausschluss des Festwirtes wollte Gondermann am Dienstag nicht Stellung nehmen. Bürgermeister Alexander Heppe berichtet von einem entsprechenden Vorstoß „aus der Mitte des Magistrats“. Das sei aber eine Einzelmeinung; Hessensound könne sich wie jeder andere Anbieter am Vergabeverfahren beteiligen. Ein Beschluss zum Ausschluss sei in dem Gremium nicht gefasst worden.

Zu Irritationen führte bereits während des Johannisfestes überklebte Thekenwerbung der heimischen Brauerei. Nach Informationen der Werra-Rundschau war es im Vorfeld zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Veranstalterkonsortium und Klosterbrauerei über die Bierlieferkonditionen und parallele Festzeltwerbung gekommen.

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