Idee der Jusos Werra-Meißner

Jugendliche wollen mitreden: Im Kreistag soll Weg zu Kreisjugendforum geebnet werden

Mehr Mitspracherecht: Die Jugendorganisationen im Werra-Meißner-Kreis sollen sich in einem gemeinsamen Kreisjugendforum zusammentun. So eine Idee der Jusos Werra-Meißner.
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Mehr Mitspracherecht: Die Jugendorganisationen im Werra-Meißner-Kreis sollen sich in einem gemeinsamen Kreisjugendforum zusammentun. So eine Idee der Jusos Werra-Meißner.

Die Jugendorganisationen im Werra-Meißner-Kreis sollen sich in einem gemeinsamen Kreisjugendforum zusammentun. So eine Idee der Jusos Werra-Meißner.

Werra-Meißner - Einen entsprechenden Vorstoß haben die Jusos Werra-Meißner, die Jugendorganisation der SPD, jetzt auf dem Parteitag des SPD-Unterbezirks gemacht. Gemeinsam mit allen Fraktionen soll ein entsprechender Antrag in der übernächsten Sitzung des Kreistags im Dezember eingebracht werden. Bei anderen Jugendorganisationen findet der Vorschlag geteilte Anerkennung.

Der Antrag soll die verschiedenen Jugendorganisationen, aber auch Jugendliche ohne Zugehörigkeit einer Gruppe oder Partei unter der Schirmherrschaft des Werra-Meißner-Kreises vereinen. „Junge Menschen sind nicht politikverdrossen und schon gar nicht zu faul, um die Region mitzugestalten“, sagt Konstantinos Panou, Vorsitzender der Jusos Werra Meißner, der die Idee zur Wiederbelebung des Jugendforums hatte.

Panou: „Unser Kreis sollte eine Vorbildfunktion einnehmen“

Dass Jugendliche sich immer mehr beteiligen möchten, sei seit der Fridays-for-Future-Initiative nicht mehr zu bestreiten. „Jetzt ist es an der Zeit, dass die Politik anfängt, sich mit dieser Generation mehr zu befassen – unser Kreis sollte eine Vorbildfunktion einnehmen“, sagt Panou.

Die Grüne Jugend Werra-Meißner (GJ WMK) unterstützt den Vorstoß der Jusos. „Jugendlichen, die keinen Bezug zur Politik haben, könnte über ein Jugendparlament die Bedeutung von Demokratie nähergebracht werden“, sagt Vorstandsmitglied Jakob Mayer. Vielversprechende Initiativen habe es bereits in der Vergangenheit gegeben.

Junge Union verfolgt anderen Ansatz

Einen anderen Ansatz verfolgt die Junge Union (JU). Sie würde lieber projektbezogen mit den anderen Jugendorganisationen zusammenarbeiten. „Eine formlose, überparteiliche Arbeitsgemeinschaft würde sicherlich mehr Mitstreiter finden“, sagt Vorsitzender Niklas Gries. Als gutes Beispiel diene die Initiative „Wir gegen Corona“, die sich im Frühjahr mit Beginn der Pandemie gebildet hat.

Die genauere Herangehensweise soll nach Vorstellung der Jusos in einer Arbeitsgemeinschaft konzipiert werden, welche sich aus einer durchmischten Gruppe zusammensetzen soll. (ts)

Nur Großalmerode hat ein Jugendparlament

Jugendparlamente gibt es im Werra-Meißner-Kreis bislang kaum. Die Stadt Großalmerode ist die einzige Kommune, in der Jugendliche mitbestimmen. In regelmäßigen Abständen gibt es Vorstöße in den Kommunalparlamenten, Jugendliche zu beteiligen. Häufig scheitert die Umsetzung schon nach der ersten Teilnehmererhebung – wie zuletzt in Wanfried.  In Witzenhausen gibt es einen Jugendrat, zudem gab es am Freitag eine Veranstaltung zur besseren Mitbestimmung. 

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