Großer Plan für Kleine Freiheit: Junge Eschweger mieten Haus und gründen kreativen Verein

Musikvideo zur Gründungsparty: Die Vereinsmitglieder der Kleinen Freiheit Eschwege nehmen in einem Raum mit 80er-Jahre-Charme eine Live-Session mit der Band Alter Kaffee auf. Foto: Sonja Berg

Die Kleine Freiheit ist ein gerade gegründeter Verein, in dem sich junge Eschweger und Leute aus dem Umland ausprobieren können. Die Vereinsgründung wurde mit Live-Musik gefeiert.

 „Wirwollen das Potenzial des ländlichen Raums zum Vorschein bringen und zeigen, dass man sich auch hier als junger Mensch entfalten kann“, sagt Leander Feiertag über die Kleine Freiheit.

Alles begann vor rund eineinhalb Jahren: Einige Jugendliche mieteten zusammen ein altes Haus in Eschwege und begannen, sich dort handwerklich und künstlerisch auszutoben. „Daraus entstand eine Art alternativer Treff, schnell kamen wir auf die Idee, daraus einen Verein zu gründen“, erzählt Feiertag von den Anfängen. Am 22. Januar wurde der Verein offiziell ins Vereinsregister eingetragen und hat aktuell 43 Mitglieder.

Zur Feier der Vereinsgründung lud sich die Kleine Freiheit am 15. Februar drei Bands ein, mit denen die Mitglieder kleine Live-Sessions aufzeichnete, die in den kommenden Wochen auf dem Youtube-Kanal des Vereins veröffentlicht werden. Zu Gast war Crazy Maze aus Eschwege sowie Spit und Alter Kaffee aus Kassel. Im 1980er-Jahre-Wohnzimmer spielen die Bands ihre Songs, während die Mitglieder der Kleinen Freiheit Musikvideos drehen.

Unterstützt wurde der Verein in der Produktion der Videos von Konstantin Cajkin, Kevin Hupfeld und Fabian Schmidt. „Ich freue mich, dass ich das, was ich im Studium gelernt habe, jetzt in der Heimat umsetzen kann und das sich hier ein kultureller Anspruch entwickelt“, so Eschweger Konstantin Cajkin, der an der Popakademie in Mannheim studiert.

Neben den Live-Sessions will der Verein noch weitere Medien produzieren: Ein Skill-Sharing-Format soll ebenfalls auf Youtube erscheinen sowie ein Podcast. „Es soll ein Podcast werden über die Unterschiede zwischen Stadt und Land, unterstützt werden wir dabei von Poetry-Slamer Felix Römer“, berichtet Leander Feiertag weiter, der zum zweiten Vorsitzenden der Kleinen Freiheit Eschwege gewählt wurde. „Hier schlummert so- viel Potenzial und wir wollen zeigen, dass es hier genauso cool sein kann wie in einer Großstadt. Wir haben hier die besten Voraussetzungen“, sagt Jannik Fischbach, der Vorsitzende der Kleinen Freiheit.

Ein wenig erinnert das Projekt an das Kliemannsland von Fynn Kliemann, einem Hof im ländlichen Niedersachsen, von wo Kliemann kreative Projekte umsetzt. Unterstützt wurde die Kleine Freiheit durch das Förderprogramm „Demokratie Leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Wir möchten einen Ort haben, an dem man Dinge ausprobieren und Selbermachen kann, und an dem kreative Menschen zusammen kommen“, so der Vereinsvorstand. Wer Lust hat mitzumachen, oder mehr Informationen braucht, kann sich gern per E-Mail unter freiheitkleine@gmail.com bei dem Verein melden.

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