Kreisstadt plant außergewöhnliches Projekt zur Fachwerktriennale

Junge Eschweger sollen Häuser selbst sanieren

Eschwege. Mit einem außergewöhnlichen Projekt will die Kreisstadt Eschwege in die Fachwerktriennale 2019 gehen: Fachwerkhäuser sollen als Musterbaustellen für die Qualifizierung von jungen Menschen im Bauhandwerk eingerichtet werden.

„Wir suchen sanierungsbedürftige Fachwerkhäuser, die von den Eigentümern bereitgestellt werden“, sagt Klaus Kurz. Der Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen bei der Kreisstadt will gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft und der Bauinnung jungen Menschen die Möglichkeit geben, ein solches Fachwerkhaus selbstständig und kostengünstig zu sanieren, um anschließend darin zu wohnen. 

Die angehenden Handwerker sollen zuvor auf einer Lehrbaustelle mit den Techniken der Fachwerksanierung vertraut gemacht werden. Kurz: „Natürlich müssen die jungen Leute einige Grundlagen beherrschen, bevor sie mit der Arbeit beginnen können.“ Ansonsten sei die Gefahr groß, dass handwerkliche Fehler zu irreparablen Schäden an den alten Gebäuden führen.

 Die Lehrbaustelle zur Schulung der zukünftigen Eigenheimbesitzer will die Stadt in dem Fachwerkhaus an der Ecke Neustadt/Rosengasse einrichten. Eine Mannschaft aus Baufachleuten soll die angehenden Handwerker so weit qualifizieren, dass die selbstständig sanieren können. „Wir wollen einen Beitrag leisten zum Erhalt der Fachwerkstadt und zugleich zur Nachwuchssicherung im Bauhandwerk durch praxisnahe Qualifizierung“, sagt Kurz.

In Wanfried werden nach Angaben von Bürgermeister Wilhelm Gebhard beste Erfahrungen mit eigeninitiierter Fachwerksanierung gesammelt. In einem Musterhaus werde Interessenten die Möglichkeit „modernen Lebens in einem alten Haus“ gezeigt, so Gebhard. Wer ein sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus zu verkaufen hat, meldet sich unter Telefon 05651/304314 bei der Stadt Eschwege. 

Rubriklistenbild: © Kristin Weber

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