Junges Theater feiert mit "Ein Käfig voller Narren" Premiere 

Junges Theater Eschwege Ein Käfig voller Narren
+
Das schwule Pärchen Albin und George versuchen die Lasterhöhle des Nachtklubs für die anrückenden künftigen Schwiegereltern in ein bürgerliches Etablissement zu verwandeln.  

Schrill und voller Wortwitz und Situationskomik hat das Junge Theater Eschwege die Komödie "Ein Käfig voller Narren" zur Premiere gebracht. 

Eschwege.  Nachtclubbesitzer Georges findet keine ruhige Minute: Albin und Mercedes verlangen größere Auftritte, auch Jakob möchte endlich auf die Bühne und Madonna überbringt ihm die Nachricht, dass sie zum siebten Mal Vater werde. Als dann noch sein Sohn Laurent auftaucht und ihm von seiner geplanten Hochzeit mit Muriel Dieulafoi und dem Besuch ihrer Eltern erzählt, bemerkt selbst sein Geliebter Albin schnell, dass etwas nicht stimmt. Mit bezirzender Stimme fragt er: „Hast du brachliegende Nerven, mein süßer, alter Liebling?“

Ausverkaufte Premiere und jubelndes Publikum

Für Jubel, Lachen und sehr viel Applaus sorgte am Freitag die Premiere des schrillen Stücks „Ein Käfig voller Narren“ im Eschweger E-Werk. Ausverkauft waren die Karten für die Premiere der Komödie, die das Junge Theater Eschwege erstmals aufführte und die mit überzeugender Besetzung, Wortwitz und Situationskomik lockte.

Als Albin begeisterte Heiko Alsleben, der sich großartige Streitereien mit dem von Sebastian Perels dargestellten Georges lieferte und gegenüber Laurents Schwiegermutter, die Karin Perels zum Leben erweckte, immer wieder von seinem „Mutterherz“ sprach. Denn in die Rolle von Laurents Mutter schlüpft Albin kurzerhand, anstatt sich vor den Dieulafois zu verstecken oder den Onkel zu geben.

Die große Verstellung 

Für den Besuch der zukünftigen Familie seines Sohnes, den Sven Lange spielte, verschließt Georges die Tür zu seinem Nachtklub, verändert die Einrichtung kurzerhand. „Verstellen wir alles, die Türen und uns selbst“, beschließt er nach dem Gespräch mit Laurent. Wenig später stehen er, Albin und Jakob, in dessen Rolle Marten von Specht begeisterte, in Anzügen in seiner Wohnung und erwarten mit der von Anne-Rike Preiß gespielten Muriel auch ihre Eltern. Und damit auch den einer konservativen Partei angehörenden Herrn Dieulafoi, der von Holger Hämmerling dargestellt wird.

Möglichst männlich wirken 

Damit der nichts bemerkt, üben Albin und Georges zuvor, wie sie möglichst männlich wirken können, proben dafür ihren Gang und selbst das richtige Schmieren eines Toastbrotes. Allerdings nimmt sich Albin gerade dann ein Beispiel an Metzger Languedoc, den Dieter Salzmann spielt, als er Laurents Mutter gibt, was das Publikum bei der Premiere zum Lachen und Jubeln brachte.

Immer wieder droht die künstliche Kulisse aufzufliegen und so erklärt Georges Frau Dieulafoi, die Figuren auf seinem Geschirr seien griechische Jünglinge, die Sport treiben und unter denen bestimmt auch einige Mädchen seien.

Weitere Aufführungen an den kommenden beiden Wochenenden

Wie er reagiert, als Laurents leibliche Mutter Simone (Barbara Hoefel) auftaucht, und wie der Besuch in der Wohnung neben einem Nachtklub für Muriels Eltern endet, können Zuschauer am Freitag und Samstag, 13. und 14. sowie 20. und 21. März, jeweils ab 20 Uhr im E-Werk erfahren, wenn die Komödie wieder auf der Bühne zu sehen sein wird. Weitere Bilder der Premiere gibt es hier. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare