Zauberhafte Reise in 1001 Nacht

Junges Theater Eschwege überzeugt mit orientalischem Märchen „Aladin und die Wunderlampe“

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Entführt in die märchenhafte Welt des Orients: das Ensemble des Jungen Theaters bei seiner jüngsten Inszenierung „Aladin und die Wunderlampe“. Trotz eines schlichten Bühnenbildes bleibt das Stück dank wechselnden Lichtes und schauspielerischer Dynamik abwechslungsreich.

Eschwege. In eine zauberhafte Welt aus 1001 Nacht entführte das Junge Theater Eschwege am Sonntag seine zumeist jungen Zuschauer. „Aladin und die Wunderlampe“ heißt das neue Weihnachtsstück, das Marlies Koch inszeniert hat. Das Stück hält, was es verspricht.

Große und kleine Zuschauer können sich auf eine Reise in eine ferne Welt freuen, in der sich die allseits bekannte Geschichte des jungen Aladin und seiner Wunderlampe abspielt. Die zwei gemeinen, machtgierigen Zauberer samt Dienerschaft sind auf der Suche nach der sagenumwobenen Wunderlampe, in der sich ein mächtiger Geist befinden soll. 

Aladin, originell gespielt von Luca Schmerbach, der Sohn einer Mutter von geringem Stand, hat sich in die Tochter des mächtigen Sultans Selim (Heiko Alsleben), Fatima, die von Antonia Salzburger gespielt wird, verguckt. Da es jedoch nicht leicht ist, eine Sultanstochter für sich zu gewinnen, stehen Aladin schwierige Aufgaben bevor, die es zu bezwingen gilt, womit die Spannung aufrechterhalten, ja sogar gesteigert wird.

Trotz der schlicht gestalteten Kulisse: ein Zelt, das für die einzelnen Szenen mit verschiedenen Farben ausgeleuchtet wird, wirken die Handlungsschauplätze immer wieder erfrischend und kurzweilig. Und gerade deshalb liegt das Augenmerk auf der großartigen schauspielerischen Leistung. Das harmonische Zusammenspiel von jungen und älteren Schauspielern macht den Charme des Jungen Theaters Eschwege aus.

Besonders herausstechend sind die farbenfrohen Kostüme, die dem Stück eine märchenhafte Authentizität verleihen und die gesamte Inszenierung abrunden. Dem Jungen Theater Eschwege gelang es wieder einmal, seine Zuschauer in der Vorweihnachtszeit zu begeistern und sie in eine ganz andere exotische Welt, wenn leider auch nur für zwei Stunden, zu entführen, bei der die ganze Familie gemeinsam lachen, sich gruseln und sich verzaubern lassen kann. Karten gibt es noch für die Vorstellung am kommenden Samstag, 8. Dezember, um 18 Uhr. (red/ salz)

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