Amtsgericht bekommt den Servicepoint der Justizbehörden

Justizservice für ganz Hessen in Eschwege

Eschwege. Das Amtsgericht in Eschwege bekommt den zentralen digitalen Servicepoint für die hessischen Justizbehörden. Darüber erfahren Ratsuchende, wer was macht und der passende Ansprechpartner ist. 

Das hatte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) während ihres Besuchs in der Kreisstadt Ende August bereits angedeutet, jetzt steht es fest.

Für Amtsgerichtsdirektor Dr. Alexander Wachter ist die Entscheidung auch Standortsicherung. „Das könnte eine wegweisende Entscheidung sein“, sagt Dr. Wachter mit Blick auf die Entwicklung der Digitalisierung und die damit verbundenen Chancen für den ländlichen Raum in den nächsten Jahren. Der Servicepoint soll mit drei Rechtspflegern besetzt werden. Die Eschweger Behörde beschäftigt insgesamt rund 80 Mitarbeiter.

„Der Servicepoint wird in erster Linie Lotsenfunktion haben“, so Dr. Wachter. Beispiel: Ist ein Angehöriger gestorben, sind die Hinterbliebenen oft ratlos angesichts der plötzlich veränderten Situation. Hier ist der Rechtspfleger des Servicepoints erster Ansprechpartner und Lotse für die Ratsuchenden, erklärt, was zu tun ist, wie beispielsweise der Erbschein beantragt oder der Grundbucheintrag geändert wird.

„Vom Grundsatz ist das genau die Entwicklung, die wir brauchen“, sagt Landrat Stefan Reuß. „Sie zeigt, dass die Digitalisierung eine Chance für den ländlichen Raum darstellt.“ Für Eschweges Ersten Stadtrat Thomas Große ist die Entscheidung „eine großartige Sache für die Kreisstadt und ein toller Service für die Bürger“. Die Entscheidung habe starke Bedeutung für das Amtsgericht, so Große. „Eschwege freut sich“, sagte der stellvertretende Bürgermeister gestern.

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