Neuer Chefarzt hat das Schlaflabor im Eschweger Klinikum wieder zum Leben erweckt

Der Kabelsalat ist inklusive

János Juhász ist neuer Chefarzt der Pneumologie. Foto: privat

Eschwege. Ein Jahr lang hatte es vor sich hin gedümpelt, nun ist wieder Leben eingekehrt ins Schlaflabor im Klinikum Eschwege. Dr. med. habil János Juhász, seit 2. Juli neuer Chefarzt der Fachabteilung Pneumologie, Allergie- und Schlafmedizin, hat das Labor modernisieren und erweitern lassen. Die ersten Testnächte haben schon stattgefunden.

„Ich bin so froh, dass ich nicht mehr nach Göttingen fahren muss“, sagt eine Patientin freudestrahlend. Seit Jahren schon schläft sie nachts mit einer Sauerstoffmaske, um Atemaussetzern vorzubeugen. Mittlerweile gibt es ein effektiveres und einfacher zu bedienendes Gerät auf dem Markt. Im Eschweger Schlaflabor verbrachte sie eine Nacht, um sich an das neue Gerät zu gewöhnen und Einstellungen vorzunehmen. Überregionale Anlaufstelle für alle Fälle, die Atmung, Lunge und/oder Rippenfell betreffen, will János Juhász werden. „Wir wollen den Patienten bieten, was sonst nur große Zentren leisten“, so der Chefarzt. Mussten Patienten früher für eine Spiegelung der Atemwege, der sogenannten Bronchoskopie, weit fahren, geschieht das jetzt vor Ort.

Lungenkrebs ist bei Männern inzwischen die häufigste Krebsart, bei Frauen steht er an dritter Stelle. „Bei Verdacht können wir auch gleich eine Gewebeprobe entnehmen“, nennt Juhász weitere Vorteile für Betroffene. Auch im Bereich der chronischen Lungenerkrankung COPD will der Mediziner das Angebot ausbauen.

Von Stefanie Bettinger

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