Bauern und Gärtner unter Druck

Kälte macht den Landwirten zu schaffen

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Langanhaltende Kälte macht Landwirten zu schaffen.

Werra-Meißner. Das anhaltende Winterwetter setzt die Landwirte und Gärtnereien im Werra-Meißner-Kreis unter Druck. Ihre Frühlingspflanzen können die Gärtner zurzeit nicht verkaufen. Sie blockieren die Gewächshäuser und draußen ist es ist zu kalt für Frühlingsblüher.

Keine Platz- aber dafür große Zeitnot haben die Landwirte. Etwa zwei bis drei Wochen seien sie in Verzug, sagt Uwe Roth, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Werra-Meißner. In den vergangenen drei Jahren hätten die Landwirte bereits die Steckrüben gesät und gedüngt. Auch der Sommerweizen hätte eigentlich schon längst ausgesät werden müssen. Stattdessen werden die Landwirte Sommergerste anpflanzen müssen. Sollte es zum Wochenende hin wärmer werden, müssen sie die Ostertage wahrscheinlich auf dem Feld verbringen. „Es geht bei vielen einfach nicht anders“, sagt Roth.

Auch die Kirschbauern wundern sich über den verspäteten Frühling. „Normalerweise hätten wir jetzt gedüngt“, sagt Eberhard Walther, Leiter des Versuchsbetriebs Süßkirschen in Wendershausen. Auf dem gefrorenen und teilweise schneebedeckten Boden, geht das nicht. Für die Kirschpflanzen sei die Kälte aber nicht weiter schlimm. Nur die Kirschblüte werde in diesem Jahr später kommen als gewohnt. „Ich rechne mit frühestens Ende April“, sagt Walther. Uwe Roth ist aber noch optimistisch. Trotz der stressigen Saatzeit stehe einer guten Ernte bislang nichts im Wege. „Die Natur holt alles in kürzester Zeit nach“, sagt Roth. Er hofft auf Westwind. Der bringe den Frühling mit und den nötigen Regen. „Die obere Bodenschicht ist richtig ausgetrocknet. Etwas Regen würde helfen und den Boden aufwärmen“, sagt Frank Theune, Landwirt in Ellingerode. Obwohl er erst die Hälfte seiner 200 Hektar Land gedüngt hat, bleibt er gelassen: „Wir sind es gewohnt, uns nach dem Wetter zu richten.“

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