Angeklagter hat Zahlungsauflage nicht erfüllt

Kampf im Käfig wieder vor Gericht

+
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 6. Mai 2006 in einem sogenannten „free-fight“ zwischen zwei Jugendlichen als Kampfrichter fungiert zu haben, ohne sich zuvor davon überzeugt zu haben, dass die Jugendlichen die zu beachtenden Regeln kannten.

Eschwege. Am Mittwoch, 23. Januar, verhandelt das Jugendschöffengericht eine Strafsache gegen den damaligen Betreiber eines in Eschwege ansässigen Fitnessstudios wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 6. Mai 2006 in einem sogenannten „free-fight“ zwischen zwei Jugendlichen als Kampfrichter fungiert zu haben, ohne sich zuvor davon überzeugt zu haben, dass die Jugendlichen die zu beachtenden Regeln kannten. Kurz nach Beginn des in einem Käfig vor Publikum durchgeführten Kampfes gelang es einem der Kämpfer, den Kopf seines Gegners zwischen den Beinen einzuklemmen, dessen Oberkörper zu erfassen und senkrecht hoch zu heben. Im weiteren Verlauf schlug dieser mit dem Kopf auf dem Boden auf, es wurde ein dreifacher Bruch der Halswirbelsäule verursacht mit der Folge, dass der damals 16-Jährige seitdem vom Hals abwärts querschnittsgelähmt ist.

Die Strafsache wurde bereits am 14. Dezember 2011 gegen den Angeklagten und gegen den die Verletzung verursachenden damals 17 Jahre alten Gegner des Opfers verhandelt. Das Verfahren gegen den Jugendlichen wurde eingestellt. Das Verfahren gegen den erwachsenen Angeklagten wurde mit der Auflage vorläufig eingestellt, an den Geschädigten 10 000 Euro zu zahlen. Das tat er nicht, weshalb es zur erneuten Hauptverhandlung kommt. (WR/hm))

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare