Karl Montag wird 70: "Ich bin ein zufriedener Mensch"

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Feiert heute Geburtstag: Karl Montag ist 70. Der SPD-Stadtverordnete engagiert sich in vielen Ehrenämtern, unter anderem bei Eschwege hilft. 

Karl Montag feiert heute seinen 70. Geburtstag. Er war 15 Jahre Stadtverordnetenvorsteher in Eschwege und engagierte  sich inzwischen  aktiv in der Flüchtlingshilfe. 

Eschwege – Karl Montag ist ein zufriedener Mensch – sagt er von sich selbst. „Ich habe meistens gute Laune.“ Am heutigen Samstag feiert der SPD-Stadtverordnete und vielfältig engagierte Eschweger seinen siebzigsten Geburtstag – in einem für seine Verhältnisse bescheidenen Rahmen: nur mit Familie und Freunden und nicht wie frühere runde Altersjubiläen mit mehr als 100 Gästen.

15 Jahre Stadtverordnetenvorsteher

Bis zur Wahlniederlage der Eschweger SPD bekleidete Montag das höchste politische Amt in der Kreisstadt. Er war fünfzehn Jahre Stadtverordnetenvorsteher, „so lange wie keiner vor mir“, wie er stolz feststellt. „Ich habe das nie als Verlust angesehen“, sagt er über seine Ablösung an der Spitze des Stadtparlamentes. „Das muss man nicht zu hoch bewerten.“ Der Stadtverordnetenversammlung gehört der frühere Kriminalpolizist mit einer kurzen Unterbrechung wegen eines Auslandseinsatzes in Buenos Aires seit 1979 an.

Seit 2015 bei Initiative "Eschwege hilft" 

Viele andere Dinge treiben den Sozialdemokraten heute um. Die Initiative Eschwege hilft ist ihm wichtig. Montag gehörte zu den Gründern, in der Zeit, als im Herbst 2015 viele Flüchtlinge die Hilfe und das ehrenamtliche Engagement ihrer deutschen Gastgeber benötigten. Heute organisiert Montag den Transport von Hilfsgütern nach Rumänien.

„Ich bringe mich gern ehrenamtlich ein, helfe anderen Leuten“, sagt er: in der Begegnungsstätte am Hospitalplatz, im Vorstand der Nachbarschaftshilfe, in einer ganzen Reihe von Vereinen. Die Ausgrenzung anderer Menschen, egal aus welchen Gründen, ist ihm zuwider. Fremdenfeindlichkeit, zunehmender Neid, Egoismus schmerzen ihn. Umso größer ist die Freude über das Engagement junger Menschen. „Das freut mich“, sagt Montag über Fridays for Future. „Es ist kleingeistig, wenn die Schüler für ihren Streik bestraft werden; die machen das genau richtig.“

Er glaubt an die SPD

Montag, der von sich selbst sagt, „ein neugieriger Mensch“ geblieben zu sein, hatte „nie die Idee, mich um ein höheres politisches Amt zu bewerben“. Wichtig ist ihm die Aufgabe als Delegierter beim Bundesparteitag der SPD. Und wie verzweifelt war die SPD, Andrea Nahles zur Parteivorsitzenden gewählt zu haben? „Ich war einer der Verzweifelten, habe sie aber nicht gewählt“, erzählt Montag vom Bundesparteitag vor einem Jahr. Angst um die Genossen hat er nicht: „Die SPD ist eine so alte Partei, die wird nicht untergehen.“

"Meine Frau arbeitet, ich koche"

Neben dem vielen ehrenamtlichen Engagement gilt es ganz profane Aufgaben zu erledigen: „Meine Frau arbeitet noch, ich koche.“ Und Wünsche hat das Geburtstagskind auch: auf der Welt mehr Frieden, für Eschwege, dass die Innenstadt erhalten bleibt und mehr Leben einzieht, für den Werratalsee endlich eine Lösung.(hs)

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