Kosten für Schausteller zu hoch

Karussells auf kleinen Kirmessen vor dem Aus

Werra-Meißner. Die kleineren Kirmessen im Werra-Meißner-Kreis haben immer größere Schwierigkeiten, Schausteller zu finden, die noch Karussells wie einen Autoscooter aufbauen.

Aktuell ist die Salatkirmes in Germerode betroffen, die traditionell die Kirmessaison einläutet und am kommenden Wochenende stattfindet: „Wir haben bislang niemanden finden können, weshalb es wohl auch keinen Autoscooter geben wird“, sagt Nils Zinngrebe vom Kirmesteam, betont aber gleichzeitig, dass er weiter herumtelefonieren werde. Ein Kinderkarussell werde es aber geben.

Von den Schwierigkeiten, einen Schausteller zu finden, kann auch Manuel Karges berichten. Der Reichensächser ist mitverantwortlich für das Wichtelfest in seinem Wohnort, erst vergangenes Jahr musste acht Wochen vor dem Fest ein neuer Schausteller gefunden werden, der auch einen Autoscooter hat. „Ab da habe ich nur noch am Telefon gehangen und deutschlandweit Schausteller angefragt“, erinnert er sich zurück.

Denn in der Region gebe es kaum noch Aussteller, die angefragt werden könnten. „Wir haben unseren Autoscooter verkauft“, erzählt etwa Horst Schellberg aus Kassel, der neben Reichensachsen auch immer das Schützenfest in Wanfried angefahren hat. Die dortigen Organisatoren äußerten sich unserer Zeitung gegenüber nicht, ob ein anderer Schausteller gefunden werden konnte.

Und auch Monika und Willi Zmarzly aus Sontra haben ihren vor etwa zwei Jahren aufgegeben. „Uns fehlen die Leute für den Aufbau, zudem steigen die Kosten bei einem gleichzeitigen Rückgang der Besucher“, zählt Monika Zmarzly auf. „Da geht das einfach nicht mehr.“ Im Programm habe man noch ein Kinderkarussell, eine Zucker- sowie eine Schießbude und einen Crêpesstand, die auch noch auf den kleineren Kirmessen stehen. 

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