Bauern im Kreis dementieren Boykott-Nachrichten

Land schafft Verbindung 
+
Demonstrieren Durchhaltewillen: Die Landwirte aus der Region produzieren weiter Lebensmittel.

Die Landwirte in Werra-Meißner werden weiter produzieren. Das sagte der Sprecher der Organisation Land schafft Verbindung und dementiert damit Nachrichten über einen Bauern-Boykott. 

Werra-Meißner. Die Bauern im Landkreis, die sich bei der Initiative „Land schafft Verbindung“ engagieren, dementieren einen Bericht des Magazins „Spiegel,“ in dem es hieß, sie drohen mit Produktionsstopp, sollte die umstrittene Düngemittelverordnung nicht ausgesetzt beziehungsweise verschoben werden.

„Wir machen weiter“

„Wir machen weiter“, sagt der Sontraer Landwirt Tobias Wagner, der zu den regionalen Köpfen von „Land schafft Verbindung“ gehört. Um das nachdrücklich zu verdeutlichen, haben die beteiligten Landwirte aus dem Werra-Meißner-Kreis eine Collage veröffentlicht, in der sie ihre Botschaft verpacken.

Offener Brief an EU-Kommissionspräsidentin 

In einem offenen Brief hatte sich die Bauern-Organisation die auch die bundesweiten Proteste der Landwirte organisiert, an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Darin heißt es unter anderem: „Eine zusätzliche Belastung dieser Betriebe durch die Verschärfung der DüVO würde zu etlichen Betriebsaufgaben führen und damit zwangsläufig zu einer Gefährdung der Versorgung mit Nahrungsmitteln. Damit wäre der Selbstversorgungsgrad für Grundnahrungsmittel in Deutschland erheblich gefährdet – fatal in Krisensituationen wie der aktuellen!“ Landwirt Tobias Wagner sagt, dass bereits die Verordnung zur Reduzierung der Düngemittel von 2017 zu Mindererträgen führe. „Das ist eine Spirale ohne Ende.“

Deutschland hält Nitratrichtlinien nicht ein 

Die Bundesrepublik ist das einzige Mitgliedsland der EU, das es nicht schafft, die bereits seit 1991 bestehende Nitratrichtlinie einzuhalten. Strafzahlungen von 850 000 Euro pro Tag drohen.  salz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare