Stadtmanager schlägt Alarm: Weihnachtsbeleuchtung in der Kreisstadt ist in Gefahr

Weihnachtsbeleuchtung: Momentan fehlt Geld

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Eschwege im Lichterglanz: Die Initiative Stadtmarketing sieht die festliche Beleuchtung Eschweges in der Weihnachtszeit in Gefahr. Die Finanzierung soll jetzt mit der Stadt diskutiert werden.

Eschwege. Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer bangt um die Weihnachtsbeleuchtung in Eschwege. Hintergrund: Seit Jahren wird um die Kosten für die Aufhängung und die Demontage der Lichterketten gestritten.

Wolf-Dietrich von Verschuer

10 000 Euro fallen dafür jedes Jahr an. Die Initiative Stadtmarketing sieht sich in ihren finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. „Das sind zwanzig Prozent unseres gesamten Etats“, klagt Stadtmanager von Verschuer. Das Geld würde bei anderen Aktionen und Projekten fehlen. Jetzt kommt noch Investitionsbedarf hinzu. Mit mehr als 50 000 Euro beziffert von Verschuer die Kosten für die Erneuerung beziehungsweise Instandsetzung der Weihnachtsbeleuchtung.

Ich werde mich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass Eschwege keine Weihnachtsbeleuchtung hat.

In einem Brief hat sich der Stadtmanager am Mittwoch an Bürgermeister Alexander Heppe gewandt und die prekäre Situation geschildert. Die Initiative Stadtmarketing werde die zusätzlichen Kosten keinesfalls tragen können. Darüber herrscht nach Angaben des Stadtmanagers im Vorstand Einigkeit. „Ich weiß natürlich auch, dass die Stadt diese zusätzlichen Kosten nicht finanzieren kann“, sagt er. Anfang Oktober findet jetzt ein Gespräch mit Bürgermeister Heppe und Kämmerer Reiner Brill statt, in dem Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert werden sollen.

Von Verschuer: „Wir werden Finanzierungsmodelle finden müssen, die auch unkonventionell sein dürfen, wir sind auf Unterstützung Dritter angewiesen.“

Für den Stadtmanager steht fest, dass die Kreisstadt Eschwege nicht auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten kann. „Ich werde mich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass Eschwege keine Weihnachtsbeleuchtung hat“, kündigt er an. Dabei gebe es inzwischen Städte vergleichbarer Größe, die sich den Straßenschmuck in der Vorweihnachtszeit nicht mehr leisten können. „Das darf hier unter keinen Umständen passieren.“

Eschwege würde seine Einkaufsfunktion auf einen Schlag verlieren, argumentiert von Verschuer: „Das würde die Attraktivität der Stadt schwer treffen.“

Der Stadtmanager kann sich durchaus auch vorstellen, die vorhandene Weihnachtsbeleuchtung über mehrere Jahre verteilt abschnittsweise auszutauschen. In der vorgelegten Konzeption eines Unternehmens für Illumination ist die Innenstadt in mehrere Abschnitte geteilt. Stad, Herrengasse und Enge Gasse haben mit dreißig sogenannten Überspannungen den größten Bedarf. Fast 30 000 Euro würde der Ersatz kosten. Forstgasse und Marktstraße sind die beiden weiteren Planungsabschnitte.

Von Harald Sagawe

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